Kurkuma-Latte

Heute habe ich ein weiteres Getränk für eurer Immunsystem: Kurkuma Latte oder auch „die goldene Milch“. Kurkuma werden viele positive Eigenschaften nachgesagt, so richtig wissenschaftlich bewiesen ist das Ganze aber noch nicht. Ich denke, man macht nichts verkehrt, wenn man Kurkuma in seine Ernährung integriert, denn es beinhaltet die essentiellen Spurenelemente Mangan und Eisen. Außerdem schmeckt diese Milch nach Weihnachten.

Zutaten:

250 ml Milch (ich habe die Hafermilch + Mandel von Kölln Smelk benutzt)
1 TL Kurkuma
1 TL Zimt
1 TL Vanillezucker
1 Stück Ingwer (ca 1 cm)

Zubereitung:

-die Milch (z.B. in einem Topf) erwärmen
-Ingwer kleinschneiden
-alle Zutaten in die Milch geben und verrühren
-in einer Tasse servieren und genießen

Social Media, Selbstoptimierung und meine Sportpause

Möglicherweise wisst ihr ja bereits, dass ich zur Zeit keinen Sport machen darf. Das liegt daran, dass ich am Auge operiert wurde. Ich hatte zwei Löcher in der Netzhaut und die habe ich lasern lassen. Die Löcher als solche sind nicht schlimm, schlimm können jedoch die Folgen sein, die sich daraus ergeben. Werden diese Löcher zu groß, kann es passieren, dass sich die Netzhaut vollständig ablöst und im schlimmsten Fall verliert man infolgedessen sein Augenlicht. Das Risiko wollte ich definitiv nicht eingehen. Ich will kurz auf etwas hinweisen. Wenn ihr kurzsichtig seid, lasst euch regelmäßig auf solche Löcher hin kontrollieren. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass diese in der Netzhaut auftreten, vor allem wenn eure Dioptrien stetig fallen. Trotzdem ist es nicht die Regel, dass der Augenarzt diese Untersuchung durchführt ohne dass eine Indikation besteht. Also fragt bei der nächsten Kontrolle einfach nach. Hierbei wird die Pupille mittels Tropfen erweitert, erst so sind die Löcher überhaupt sichtbar.
Mein Auge muss auf jeden Fall verheilen und ich darf keinen Sport machen. Natürlich ist das nicht schlimm und natürlich steht die Gesundheit über allem. Trotzdem fehlt es mir und das merke ich an verschiedenen Stellen. Jetzt wird mir erst wirklich bewusst, welchen Gewinn mir der Sport bringt. Zum einen habe ich doppelt so viel Energie, wenn ich regelmäßig Kraftsport mache, zum anderen merke ich wie es mir mental besser geht. Ich bin ein Mensch, der sich viel zu viele unnötige Gedanken macht und meine täglichen Trainingseinheiten haben mir geholfen, das in den Griff zu bekommen. Nicht einmal bewusst, jetzt wo ich Abstand dazu habe, sehe ich das erst wirklich. Und ehrlich gesagt: mir persönlich geht es viel besser, wenn ich positiv bin. Positiv heißt für mich nicht, dass man sich ständig zwingt, bloß keine Sekunde lang zu zweifeln, sondern dass man den Tag trotz Zweifel und trotz kleinen oder manchmal auch größeren Schwierigkeiten genießen kann und sagen kann, man ist glücklich. Ich bin mir über die Selbstoptimierungsdebatte, die vor allem gegen den „Trend“ Fitness geführt wird, sehr bewusst. Aber ich muss sagen, sie bringt mich nicht weiter. Ich habe schon so oft darüber nachgedacht und darüber diskutiert. Ich verstehe die Ansicht auch, dass man sagt, wenn man sich auf Social Media Kanälen aufhält, wird einem ständig suggeriert, dass man weniger wert ist, wenn man sich nicht „clean“ ernährt oder wenn man nicht versucht permanent positiv zu sein oder wenn man keinen Sport macht. Das ist nun mal das Bild, das man leicht bekommen kann, wenn man sich die falschen Dinge anschaut und zum anderen wenn man sich nicht weiter damit beschäftigt. Wie ich wahrscheinlich schon oft gesagt habe ist eine vollkommen „cleane“ Ernährung weder notwendig um Muskeln aufzubauen noch um gesund zu sein. Die Annahme, dass man keine Pizza und keine Schokolade mehr essen darf ist schlichtweg falsch. Außerdem: versucht mal das Wort „clean“ im Bezug auf Ernährung zu definieren. Welche Lebensmittel sind clean? An welchen Kriterien mache ich das überhaupt fest? Niemand sagt, dass man seinen Verstand verlieren soll und aufhören soll Dinge zu hinterfragen, nur weil zu einer positive Einstellung aufgefordert wird. Nicht jeder will positiv sein, was auch absolut in Ordnung ist, aber um ehrlich zu sein, bin ich noch nie einem Menschen begegnet, auch unter den Selbstoptimierungskritikern nicht, der gesagt hat: Ich will nicht glücklich sein. Und überhaupt was ist positiv? Was ist eine positive Einstellung? Das selbe wie optimistisch? Und ist positiv nicht dasselbe wie glücklich? Das ganze Thema und die ganze Debatte ist extrem schwierig und lässt sich auch nicht beantworten. Ich für meinen Teil, kann euch sagen, was das für mich bedeutet und wie ich damit umgehe, vor allem im Hinblick auf Social Media. Erst einmal schaue ich mir nur YouTuber, Instagramer, Blogger und andere im Social Media Bereich aktive Menschen an, die ICH mir aussuche, die MIR einen Mehrwert bieten. Ja man begegnet trotzdem Leuten, die man sich nicht ausgesucht hat, aber einfach aus dem Grund, das ich weiß was ich möchte, ist es mir egal. Ich muss auch dazu sagen, ich fühle mich einfach nicht mies, wenn ich jemanden sehe, der ein vermeintlich besseres Leben hat als ich, der besser aussieht als ich, der weiter im Sport ist als ich, der irgendetwas besser kann. Ich bin einfach zufrieden mit mir und dem wo ich stehe. Auch das hat viele Jahre gedauert und ganz sicher bin ich nicht frei von Selbstzweifeln, aber es ist einfach eine andere Art und Weise mit der ich das jetzt betreibe. Außerdem kommt hinzu, dass man noch nie so ein großes Angebot und so viele Freiheiten, sich mediale Inhalte auszusuchen, hatte. Und ebenfalls ja, das ist auch die große Gefahr von Social Media und mit dem Überangebot muss man lernen umzugehen. Definitiv sollte man Kinder über Sachverhalte wie Produktplatzierungen oder dass die Personen, die man sieht, nicht immer alles zeigen, wie es ist, aufklären. Aber das ist ein anderes Thema. Nein, eigentlich gehört das auch zum Thema, aber irgendwann muss dieser Text auch enden. So, was bedeutet glücklich sein für mich? Für mich persönlich ist ein wichtiger Teil davon, dass ich jetzt in diesem Moment das Gefühl habe, dass Ort und Zeit passen. Dass ich mit dem was ich habe zufrieden bin. Bin ich es nicht, übernehme ich die Verantwortung dafür und schaue was ich ändern kann. Außerdem brauche ich ein Ziel, ein Projekt auf das ich hinarbeite. Dabei ist das Ziel gar nicht so wichtig. Ein Ziel brauche ich, um einen Weg einzuschlagen auf dem ich glücklich bin. Wenn ich am Ende wo anders ankomme als zuerst angedacht, spielt das auch keine Rolle, weil ich den Weg gegangen bin, der mir das Gefühl gegeben hat zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Und ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass das alles mit einer positiven Einstellung viel besser geht. Nicht unbedingt einfacher, weil auch das eine Trainingssache ist, aber besser. Und deswegen suche ich mir das aus. Dass ich Positivität in meinem Leben haben will.
Ich könnte noch viel mehr über das Glücklichsein schreiben und natürlich die Menschen, die dazugehören, was der zweite riesige Faktor dabei ist, aber ursprünglich wollte ich einen Text darüber verfassen, wie ich meine Sportpause handhabe und überhaupt bin ich in meiner Dreiteilung Ernährung/Positivität/Sport gar nicht auf den Sport eingegangen. Ein klassischer Fall von Zielen, die Wege eröffnen auf denen man glücklich ist.

Protein-Riegel

Ich kann immer noch kaum glauben wie gut es funktioniert Proteinriegel selbst zu machen. Leute, probiert es aus und ihr werdet euch nie wieder welche kaufen wollen.

Zutaten für ca 7 Riegel:

100 g blütenzarte Köllnflocken
60 g veganes Schokoproteinpulver (Ich habe das Choclate Pudding Planto Six von TNT benutzt)
4 getrocknete Datteln
80 ml Milch eurer Wahl (Ich habe Kokosnussmilch benutzt)
1/2 halbe Tafel Zartbitterschokolade

Zubereitung:

-Haferflocken und Proteinpulver im Mixer zerkleinern
-Datteln hinzugeben und erneut zerkleinern
-nun die Milch ebenfalls hinzugeben und weiter zerkleinern
-die Masse durchkneten und Riegel formen

-eine Tupperdose mit Frischhaltefolie auslegen (damit die Riegel nicht kleben)
-Schokolade in einem Topf erhitzen (ihr könnt auch eine ganz Tafel nehmen, dann ist es einfacher die Riegel hineinzutunken)
-die geformten Riegel durch die geschmolzene Schokolade ziehen (ich mache das mit den Händen)
-die mit Schokolade umwickelten Riegel in die vorbereitete Dose legen, zumachen und über Nacht in den Kühlschrank stellen
-am nächsten Morgen könnt ihr die Riegel direkt genießen oder in der Dose mitnehmen

Nährwerte (pro Riegel):
90 Kalorien
11 Kohlenhydrate
8 Protein
1 Fett
2 Ballaststoffe

Nährwerte (für alle):
632 Kalorien
75 Kohlenhydrate
53 Protein
10 Fett
19 Ballaststoffe

Pasta mit veganer Käsesauce

Ja Leute, diese Sauce schmeckt wirklich nach Käse und es ist kein einziger tierischer Inhaltsstoff drin. Außerdem dauert es keine 15 Minuten sie zuzubereiten!

Zutaten:

100g Nudeln eurer Wahl
20g Hefeflocken
10g Nussbutter (Ich mag bei dieser Sauce Walnussbutter am liebsten)
150 ml Hafermilch
1 TL Johannisbrotkernmehl
1 Stange Basilikum
1 Prise Salz

Zubereitung:

-Nudeln wie gewohnt kochen
-nach dem Kochen Nudeln in eine Pfanne geben und mit der Hafermilch aufgießen
-den TL Johannisbrotkernmehl unterrühren
-Hefeflocken nach und nach unter ständigen Umrühren hinzugeben
-mit der Nussbutter und einer Prise Salz verfeinern und noch einen kurzen Moment in der Pfanne ziehen lassen
-zu guter Letzt: abschmecken, mit Basilikum garnieren und genießen!

Nähwerte für die ganze Portion:
555 Kalorien
86 Kohlenhydrate
10 Fett
26 Protein

Aufbau-Wochentagebuch: Woche 7

So Leute, eigentlich bin ich gerade viel zu aufgeregt um mein Tagebuch hier zu schreiben, aber ich schaue mal was ich zustande bringe.

Die letzte Woche war eine Menge los. Meine Brüder und Saskia (Arturs Freundin und meine neue Schwester) waren bei mir in Berlin und jetzt bin ich in Paderborn bei meiner Familie, morgen geht’s für meine Mama, Niklas und mich nach Kasachstan.

Ernährungstechnisch lief die Woche super, ich habe meine Kalorien eingehalten und ich bin nicht mehr permanent hungrig. Auch mein Training lief sehr gut, wobei ich diese Woche mal wieder anpassen musste.

Ich war nämlich bei dem Under Armour Kick-Off-Event von #RUNVERBOTEN und dort bin ich, wie der Name schon sagt, gelaufen.

Der Run fand am Freitagabend statt. Wir haben uns am Under Armour HUB in Berlin getroffen und wussten nicht, wo wir später laufen würden. Nach einer Stunde kam ein Bus und auf jedem Sitz war ein kleines Päckchen mit Wasser, einer Banane und einem Riegel bereitgelegt.

Generell war soo gut für uns gesorgt, wir wurden immer satt und alles war einfach perfekt organisiert.

Nach ca. einer halben Stunde kamen wir dann am BER-Flughafen an und dort zu laufen war einfach der Wahnsinn. Und ja Leute, ich habe durchgehalten. Ich bin keine Cardio-Queen und habe fast 6 km geschafft. Wenn ich dann mal im Flow bin beim Laufen, liebe ich es. Nach dem Lauf gab es ein HIIT. Da hab ich aber einen Gang zurück geschaltet, weil ich keinen Muskelkater haben wollte, der mein kommendes Training behindert. Auch den Sprint in dem Run habe ich aus diesem Grund, ausgelassen.

Zurück im Under Armour HUB gab es für uns alle wieder Getränke und Süßkartoffelpommes, Salat sowie Tofu-Taschen. Extrem lecker, den Laden checke ich auf jeden Fall nochmal aus.

Abgesehen von den Under Armour-Events lief in der Woche alles nach Plan und ich habe lange überlegt, was vielleicht nicht ganz so gut war, um diesen Eintrag spannender zu gestalten. Und dann dachte ich mir. Ne, es lief einfach alles gut und das ist auch in Ordnung so. Bei mir ist es viel zu oft so, dass ich mich nicht damit abfinden kann, wenn mal alles klappt, weil irgendwo muss es ja einen Haken geben. Aber so ist es nicht. Es DARF auch mal alles klappen und man darf dann auch einfach glücklich und dankbar sein und muss nicht nach Fehlern suchen. Etwas, das mir persönlich nicht unbedingt einfach fällt, ich glaube so richtig wäre es mir ohne diesen Blog-Eintrag auch nicht aufgefallen, wie oft ich künstlich nach Fehlern suche.

Jetzt gerade ist es übrigens 6.08 Uhr und ich sitze im Zug nach Frankfurt am Main, um von dort aus nach Almaty, Kasachstan zu fliegen. Einerseits bin ich super aufgeregt, weil ich keine Ahnung habe was mich erwartet, andererseits kann ich auch nicht so richtig aufgeregt sein, weil ich eben nicht weiß was mich erwartet. Meine Eltern sind dort geboren und aufgewachsen und waren seit meiner Geburt nicht mehr dort. Meine Mama und Niklas sind dabei und Leute, meine Mama sieht ihre Mama zum ersten mal nach 23 Jahren wieder. Was auch lustig ist: Sie ist in dem Alter, in dem ich jetzt bin, ausgewandert.

Wie ich es mit Training dort mache, weiß ich noch überhaupt nicht, das wird auf jeden Fall eine Herausforderung. Wobei es eigentlich auch nicht schlecht ist, 2 Wochen im Jahr zu pausieren. Ich bin aber knapp 3 Wochen weg, also mal sehen, was so geht. Größere Gedanken mache ich mir ums Essen. Zum einen kann ich nicht in ein fremdes Land, zu meiner Familie, die ich erst kennenlerne, kommen und meine Waage auspacken. Zum anderen ist traditionelles Essen so dermaßen lecker, dass ich mich nicht wundern würde, wenn ich 10 kg schwerer wieder in Deutschland ankomme. Aber ich lasse es auf mich zukommen und gucke wie ich mit der Lage umgehe. Selbst wenn ich 10 kg schwerer zurückkomme. Dann geht’s halt in den Cut. Ich sehe das alles wie ihr wisst nicht ganz so eng und passe alles meinem obersten Ziel an: glücklich zu sein und mich wohlzufühlen. Das wichtigste ist, eine Balance zu finden und immer offen für alles zu sein. Aber auch das ist Trainingssache und auch das trainiere ich jeden Tag mehr oder weniger bewusst. Und ihr lieben Leute, es gibt eine weitere Neuigkeit. Ich vlogge in Kasachstan und die Videos kommen nach der Reise auf YouTube online. Ich habe heute morgen schon angefangen und ich hatte jetzt schon den Spaß meines Lebens.

Protein-Oatmeal

Mit meinem Lieblingsfrühstsück und auch generell meiner Lieblingsmahlzeit beende ich diese Frühstücksbasics-Reihe. Ich werde sicher noch das eine oder andere Rezept hier reinposten und wenn ihr noch unbedingt etwas drin haben wollt, dann schreibt es in die Kommentare oder schreibt mir bei Instagram.

Zutaten:

25 g Kölln Kernige Haferflocken
25 g Blütenzarte Köllnflocken
150-200 ml Wasser oder Milch nach Wahl
30 g veganes Proteinpulver

Topping:

-Schokolade (ich habe Dunkle Vegan von Frankonia genommen)
-Kekse (ich habe Marmorkekse von Veganz genommen)
-Cini Minis

Zubereitung:

Traditionell gibt man die Haferflocken und das Wasser oder die Milch in einen Topf und erhitzt das Ganze bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Während des Erhitzens mit einem Holzlöffel eine 8 rühren.

Ich mache mein Oatmeal meistens mit der Schnellmethode, indem ich Wasser im Wasserkocher erhitze und die Haferflocken damit aufgieße und umrühre.

Hat man die gewünschte Konsistenz, kann man das Oatmeal mit dem Topping vervollständigen.

Nährwerte (ohne Topping):
279 Kalorien
30 Kohlenhydrate
5 Fett
30 Protein

Vegane Protein-Waffeln

Selbstverständlich darf eine vegane Variante von High-Protein Waffeln nicht fehlen! Hier habe ich das bis jetzt leckerste Rezept für euch.

 

Zutaten:

70 g blütenzarte Köllnflocken
30 g veganes Proteinpulver (ich habe TNT Planto Six Chocolate Pudding benutzt)
1 reife Banane
150 ml Milch eurer Wahl (ich habe Kokosmilch von Alpro benutzt)
1 EL Agavendicksaft
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver

Zubereitung

-Waffeleisen vorheizen
-Haferflocken,Proteinpulver,Backpulver, Salz verrühren
-Banane zermatschen und alles verrühren
-Milch und Agavendicksaft hinzugeben und erneut verrühren

Hinweis: die Konsistenz ist sehr dickflüssig, nicht so flüssig wie bei herkömmlichen Waffelrezepten

Für das Topping:

-Schoko Sauce (ich habe die von Body Attack benutzt)
-Kakao Nibs
-Erdnuss Sauce (Erdnussbutter mit Kokosmilch warm machen)
-Haferfleks von Kölln

Nährwerte ohne Topping:

457 Kalorien
62 Kohlenhydrate
8 Fett
30 Eiweiß
13 Ballaststoffe

Aufbau-Wochentagebuch: Woche 6

Die vergangene Woche war ja eher weniger eine „Aufbau-Woche“.  Wie ihr meinem letzten Eintrag entnehmen könnt, wurde es Zeit für einen Mini-Cut. Und den habe ich auch von Montag bis Freitag gemacht. Mini-Cut bedeutet, dass man zwar nur für eine kurze Zeit ins Kaloriendefizit springt, dafür aber in ein recht hohes. Ich war jetzt bei 1200 Kalorien. Die ersten Tage waren kein Problem, ich weiß auch ganz gut was ich essen muss um meinen Magen volumenreich zu füllen. Ich habe mich auch jeden Tag an mein Kalorienziel gehalten, was mir erst am letzten Tag dann wirklich schwer fiel.

Um ein paar Zahlen in den Raum zu werfen: Nach meinem Fressanfall bzw. meinen Fressanfällen wog ich 64,5 kg. Am Ende des Mini-Cuts war ich bei 61,9 kg. Da ist also ordentlich was raus gegangen. Das meiste war ganz klar Wasser, so ein Wasserbüffel war ich glaub ich noch nie in meinem Leben. Auch eine interessante Erfahrung.

Das Training lief während der Zeit super, außer nach dem letzten Tag, dem Samstag. Zu der Zeit habe ich noch nichts gegessen und da haben mir die Kohlenhydrate wirklich gefehlt. Bei der dritten Übung (Bulgarian Split Squats) wurde mir so schwindelig, dass ich mich zwischendurch setzten musste und mich sehr langsam durch das restliche Training gequält habe. Spaß hat das ganze nicht gemacht, aber ich wusste: heute Abend gibt es Sushi. Und das war eine Monster Motivation!

Aus diesem Mini-Cut habe ich einiges gelernt. Es war okay mal zu eskalieren, wenn man es früh genug merkt, kann man noch recht schnell zu seiner gewünschten Form zurück. Bei mir war es jetzt beide Male so, dass ich hinsichtlich Rezeptideen während eines Kaloriendefizits viel kreativer war. Das will ich diesmal aber unbedingt beibehalten und nicht in eine Routine fallen. Außerdem ist da diese Wertschätzung gegenüber Essen. Klar ist noch viel von der letzten langen Diät hängen geblieben, aber ich habe irgendwann aufgehört meinen Körper bewusst wahrzunehmen. Ja, ich bin ein Mensch mit viel Appetit, trotzdem kann auch ich innehalten und überlegen, ob ich wirklich noch Hunger habe oder einfach nur weiter essen will, weil ich es kann und Spaß daran hätte.

Meine Wertschätzung gegenüber Essen ist zwar nicht kleiner geworden, aber nach dem Mini-Cut hat sie sich nochmal verstärkt. Mindestens ein Mal am Tag schaue ich mein  Essen an und bin dankbar dafür. Dafür, dass ich im Grunde genommen, einfach alles essen kann was ich will, dafür, dass ich nicht hungern muss und dafür, dass ich weiß, was meinem Körper gut tut.

Kurz nochmal zu meinem Essen während des Mini-Cuts. Ich hab es so gemacht, dass ich zwei Mal am Tag gegessen habe. Eine Kleinigkeit Mittags, meistens Joghurt mit Obst oder etwas Pumpernickel mit einem NAbio-Aufstrich. Abends habe ich dann den Großteil meiner Kalorien gegessen. Diese haben sich aus einer Proteinquelle wie Tofu oder Seitan, Kohlenhydrate in Form von Hülsenfrüchten (die ebenfalls einen ganz guten Proteingehalt haben) und einer Fettquelle meistens Peanutbutter zum Nachtisch zusammengesetzt. Und aus einer Menge Salat. Einer ganzen, riesigen Bowl. Mit einer Zero-Calory-Sauce (Callowfit).

Trainiert habe ich wie gewohnt und mein Training lief, wie gesagt, gut. Als ich dann Samstag wieder auf 2000 Kalorien gegangen bin, habe ich sofort gemerkt wie meine Konzentration wieder besser wurde (ich schreibe zur Zeit eine Hausarbeit) und wie meine Kraft heute beim Training explodiert ist. Mega. Dieses Gefühl beim Training ist unbezahlbar.

Mehr gibt es diese Woche auch nicht zu erzählen, außer vielleicht, dass ich nächste Woche nach Kasachstan fliege. Ich bin so aufgeregt und gespannt darauf wie alles sein wird. Nächsten Montag gibt es noch mal ein ganz normales Aufbau-Wochentagebuch und danach kommt die Kasachstan-Edition.

Ich freue mich darauf und ich freue mich, dass ich die Möglichkeit habe meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Wenn ihr Fragen habt, schreibt es in die Kommentare oder schreibt mir eine DM auf Instagram, ich beantworte alles was ich lese!

Vegane Protein-Pancakes

Ich habe jetzt schon so viele süße Frühstücksideen gepostet und noch keine einzige herzhafte. Das ändert sich mit diesen Pancakes: Mit meiner Variation, den Taco-Pancakes!

Grundrezept

 

Zutaten

70g Buchweizenmehl
30 g Veganes Proteinpulver
100 ml Mandelmilch
10 g Chiasamen
150 ml Wasser
1/2 TL Backpulver
eine Prise Salz

Zubereitung

-Chiasamen in der Mandelmilch ca. 10 Minuten quellen lassen
-Mehl und Proteinpulver in einer Schüssel vermischen
-Chiasamen und Mandelmilch in die Schüssel geben und mit einem Schneebesen verrühren
-Wasser hinzugeben und erneut verrühren
-Teig 5 Minuten ruhen lassen
-in der vorgeheizten Pfanne braten

Variation

Zutaten:

-Pancaketeig wie im Grundrezept zubereiten
-die Pancakes werden stärker „Taco-like“, wenn ihr den Teig ganz dünn in der Pfanne verteilt
-als Füllung passt der Aufstrich „Tex Mex“ von NaBio perfekt
-außerdem habe ich Paprika, Gurke und Petersilie hineingetan

Nähwerte für das Grundrezept:

434 Kalorien
57 Kohlenhydrate
7 Fett
32 Protein
4 Ballaststoffe

Aufbau-Wochentagebuch: Woche 5

Okay Woche 5 ist vorbei. Im Großen und Ganzen lief alles bis zur Woche 4 gut. Es gab ein paar kleine Struggles, aber die waren für mich allesamt gut zu überwinden. Dann kam die fünfte Woche.

Bis Mittwoch war ich noch in Offenburg und dachte mir Montag und Dienstag: „Hey, ich bin nur noch 2 Tage hier, Mittwoch fahre ich schon, ich tracke jetzt nur nach Gefühl und esse so wie ich Lust habe, ich gleiche das alles wieder aus.“ Wie ihr wisst, ich esse gerne, ich kann viel essen und ich esse gerne viel. Dann kam der Mittwoch, der Tag der Abfahrt. Die Bahn hat rumgesponnen und wir wussten vorher schon, dass wir viel länger brauchen werden als sowieso schon. Und es war heiß. Was ich damit sagen will: Eine Situation, die per se nicht schlimm ist, von der ich mich aber habe stressen lassen. Außerdem fiel es mir schwer wegzufahren, weil die Zeit so schön war. Vor der Fahrt habe ich ordentlich gegessen und auf der Fahrt habe ich auch reingehauen. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch: „Ach, das gleiche ich wieder aus. Kein Thema.“ Donnerstag bin ich dann auch mit den Kalorien runter. Viel Schlaf hatte ich nicht, denn Donnerstag früh hieß es ab zum Training und zur Arbeit. Samstag war eine Hochzeit auf die ich eingeladen war und für die ich eine kleine Torte machen wollte. Freitag musste ich viel erledigen, die Torte machen und mir überlegen was ich anziehe. Es wurde extrem spät, gegessen habe ich zwar okay, aber: ich habe eine Torte gemacht. Ich bin einer dieser Menschen, die beim Backen schon die Hälfte des Teigs und der anderen Komponenten „probieren“. Okay wow, noch mehr Kalorien. Nachdem die Torte nachts fertig war, bin ich sehr früh aufgestanden, denn die Hochzeit fand nicht in Berlin statt. Am nächsten morgen hatte ich nach dem stressigen Tag kaum Schlaf und hab so langsam gemerkt: hmm irgendwie habe ich doch viel Wasser gezogen. Und ich kann jetzt schon verraten: es war nicht nur Wasser. Dann kam die Hochzeit und gab dem Ganzen den Rest. Leute es gab Brownies. Während andere Leute irgendwann ein Sättigungsgefühl verspüren, sieht das bei mir eher so aus: Okay, mein Browniemagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Marshmallows essen. Okay, mein Marshmallowmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Kartoffelröstis essen. Okay, mein Kartoffelmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Torte essen. Okay, mein Tortenmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Nachos essen. Und Leute, das endet nicht. Ich bin nicht mal so, dass es in süß und salzig unterteilt ist, sonder ungefähr jedes Lebensmittel einen Extraplatz hat.

Schon abends wurde mir klar: Der eine Donnerstag an dem ich mit den Kalorien runtergegangen bin, wird eine ganze Woche niemals ausgleichen. Und auch der folgende Sonntag nicht. Eine andere Krux an der Geschichte ist auch noch, dass mein Bauch die ganze Zeit über absolut in Ordnung aussah. Mein Serratus war sichtbar, Ansätze von den Abs waren sichtbar und in meiner Wolke dachte ich mir: Wow, geht doch voll! Bis ich dann gecheckt habe, wo sich die ganzen Kalorien gesammelt haben. In meinen Beinen. Was ebenfalls dazu kommt ist, dass ich zwar ein Mal im Gym war während der Zeit und auch Homeworkouts gemacht habe, sogar laufen war. Ich war eben aber nicht jeden Tag im Fitnessstudio und habe kein vernünftiges Krafttraining gemacht. Das bedeutet, mein Verbrauch war auch nicht so hoch wie sonst. Als ich das alles realisiert habe, und da muss ich ehrlich sein, war ich gar nicht glücklich. Ich habe mich sehr gestresst. Mal abgesehen von der Form, mit der ich jetzt nicht mehr zufrieden bin, war ich einfach sauer auf mich, dass das alles so passiert ist. Nein, eben nicht passiert ist, sondern dass ich es so gemacht habe. Einen weiteren Tag später, also heute, hab ich es aber geschafft, wieder positiv zu werden. Vielleicht noch nicht in dem Maße wie ich es gern hätte, aber es geht mir schon viel besser. Das Ding ist auch, natürlich soll man sein Leben genießen und natürlich esse ich auch mal so viel ich will, aber um ehrlich zu sein, weder macht es mich wirklich glücklicher eine Woche lang Binge-Eating zu betreiben, noch braucht es 5 Stücke Torte und ein halbes Blech Brownies. Ob ich ein Stück esse oder mehr, ändert in meiner Glücklichkeitsskala gar nichts. Und damit will ich nicht sagen, dass es bei anderen nicht so sein kann. Wie immer, spreche ich hier über mich und teile meine Erfahrungen. Sie müssen kein bisschen deckungsgleich mit Deinen sein.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich mache jetzt einen Mini-Cut. Meine Kalorien sind drastisch erniedrigt, dafür soll das Ganze aber nicht lange gehen.

Im Nachhinein ist mir klar geworden, dass ich noch viel mehr daran arbeiten muss, mich nicht schnell stressen zu lassen, aber auch das ist Training und ein Prozess. Ich denke viel zu viel über unnötige Dinge nach, deswegen fällt es mir manchmal nicht leicht wieder in meinen positiven Modus zu kommen, wenn ich einmal im Stressmodus bin. Aber ich arbeite daran und das wichtigste ist, dass man nicht aufgibt. Und ich bin froh, dass ich das daraus gelernt habe.