Regina’s Restart: Woche 4

Letzte Woche habe ich keinen Regina’s Restart geschrieben und auch bei den Kasachstan Beiträgen fehlen zwei. Diejenigen von euch, die mir auf Instagram folgen oder sich meine Mini-Podcasts anhören ahnen wahrscheinlich warum. Letzten Mittwoch sah der Dialog mit meiner Augenärztin, bei der ich zur Nachkontrolle meiner Netzhaut war, so aus:

„Darf ich wieder Sport machen?“
„Ja, vorsichtig.“
„Auch Kraftsport?“
„So richtig?“
„Ja“
„Nein, lieber nicht.“
„Okay, wann darf ich wieder?“
„Lieber gar nicht, es gibt auch andere schöne Sportarten.“

Klar, es gibt auch coole Hunde, aber ich will meinen Kater trotzdem behalten. Natürlich ist mir bewusst, dass sie keine Ahnung hat wieviel mir am Kraftsport liegt. Aber so etwas gesagt zu bekommen ist im ersten Moment schon hart. Im zweiten auch noch. Auf jeden Fall war ich ziemlich traurig und die Negativspirale begann mich in ihren Bann zu ziehen. Ein negativer Gedanke nach dem anderen, gefolgt von miesen Gefühlen und der Frage danach was das alles soll.

Donnerstag hat sich das auch nicht gebessert, wobei ich zumindest angefangen habe nach konstruktiven Lösungen zu schauen. Ich habe Leuten geschrieben, von denen ich dachte, dass sie mir weiterhelfen können. Unter anderem einem Professor, der an einem sehr spannenden Projekt, das mit Kurzsichtigkeit zu tun hat, mitarbeitet. Freitag musste ich mir wirklich sagen, dass es besser wird und dass ich irgendeine Lösung finde. Langsam ging es mir besser, je mehr positive Gedanken ich formulieren konnte.

Samstag hat sich das fortgesetzt und Sonntag Morgen ging es mir wieder gut. Ich hab’s geschafft mich aus dem Strudel des Selbstmitleids und Bedauerns herauszuziehen und freute mich auf das Frühstück im wundervollen Café Honigbiene in Schöneberg, von dem ich euch ganz sicher noch mehr erzählen werde. Dort kam ich dann auch total in Weihnachtsstimmung, in Paderborn hat es geschneit und ich habe tolle Bilder von meiner Familie und einem Schneemann bekommen.

Ich saß also in diesem traumhaft gemütlichen Café, war einfach nur glücklich und plötzlich bekomme ich eine Antwort von dem Professor. Selbstverständlich hat er keine Ferndiagnose oder ähnliches erstellt, sondern mir nur allgemeine Infos zu der Thematik gegeben. Aber jetzt verstehe ich endich worum es geht. Nämlich um den Blutdruck, der den Augeninnendruck erhöht, die wiederum die Druck- bzw Zugkraft auf die Netzhaut erhöht. Beim Kraftsport kann dieser innerhalb von Sekunden in die Höhe schießen und den Blutstau im Kopf erhöhen.

Mit diesem Wissen kann ich endlich mit meinem Gehirn erarbeiten, wie ich mich hinsichtlich Sport zu verhalten habe.

Zum einen werde ich Cardio in meinen Plan einbauen, denn Laufen senkt langfristig den Blutdruck. Das kann definitiv hilfreich sein. Zum anderen werde ich nur ganz langsam mit Kraftsport anfangen, so dass mein Blutdruck nicht in die Höhe schießt, sondern sich mein Körper langsam an die Anstrengung gewöhnt.

Also muss ich den Kraftsport nicht aufgeben, ich muss mich nur damit abfinden, dass mein größtes Vorbild nun eine Schildkröte ist: langsam, beständig und stark.

Und in diesem Sinne wünsche euch noch einen wunderschönen Nikolaus Tag!

Regina’s Restart: Woche 3

Diese Woche war sehr aufregend für mich. Ich habe meinen Youtube Channel gestartet, meine Kamera verloren noch bevor das erste Video online ging und ein Sponsoring angenommen.

Um das soll jetzt auch kurz gehen. Ich habe nun Produkte der Supplement Marke Maxum getestet und war mehr als begeistert. Um ehrlich zu sein habe ich anfangs nicht viel erwartet, vor allem auch weil ich mich gefragt habe wie man in dem Markt noch mithalten soll. Als dann das Design rauskam war ich schon ziemlich angetan, denn der Diner-Look passt perfekt zu meiner Küche. Wer mir sehr aufmerksam folgt weiß, dass ich einen pinken Kühlschrank in genau diesem Stil habe. Und ich liebe ihn. Meine Küche ist hellblau, und das sind auch genau die beiden Farben von Maxum.

Dann kamen die Produkte. Als erstes habe ich den Milk Shake (ein Mehrkomponenten Protein Shake) Chocolate Dream getestet und der schmeckt wie Kakao. Einfach richtig lecker. Und kein bisschen Nachgeschmack bzw. kennt ihr vielleicht diesen nervigen Eigengeschmack, den viele Marken auf ihre Weise haben? So etwas habe ich bei Maxum zu mindest noch nicht feststellen können. Dann habe ich  den Milk Shake in der Geschmacksrichtung Vanilla Dream probiert und den liebe ich einfach nur. Ich habe noch drei verschiedenen Flavor Dreams und habe mal aus Spaß den Citrus Cheesecake Flavor Dream in den Vanille Milk Shake gemischt und das ist derzeit mein absolutes Lieblingsgetränk. Jedenfalls konnten mich die Produkte wirklich überzeugen und auch das ganze Team von Maxum ist einfach super. Aus diesem Grund bin ich sehr glücklich darüber nun mit Maxum zu kooperieren.

Natürlich gibt es auch einen Code, mit regina10 könnt ihr 10% bei eurer Bestellung sparen. Hier geht es zum Online Shop und ich hoffe euch gefallen die Produkte genauso sehr wie mir! Falls ihr etwas ausprobiert, würde es mich sehr interessieren was ihr zu den Produkten sagt! Also schreibt mir bitte 🙂

Nun zu den nicht so erfreulichen Dingen, meine Kamera ist immer noch nicht aufgetaucht. Ich spare bereits für eine neue, vielleicht hat der Black Friday ja etwas tolles für mich. Aber mittlerweile habe ich mich auch schon damit abgefunden.

YouTube macht mir unendlich Spaß und ich wollte mich nochmal für jeden Kommentar, jeden Like und jeden Zuschauer bedanken!

Trainieren war ich seitdem ich wieder in Berlin bin nicht so oft, weil ich viel Zeit in den Start meines YouTube Kanals und einige andere Dinge reingesteckt habe. Gestern habe ich mir eine neue FitX Karte geholt, denn diese ist ja auch verschollen. Naja jetzt hoffe ich, dass ich die alte nie wieder finde 😀 Die Trainings liefen auch sehr gut, wobei ich heute so unglaublich viel Energie hatte, dass es mir wirklich wirklich schwer fiel nicht mehr Gewicht zu nehmen. Aber nächste Woche geht es zum Augenarzt und er wird mir hoffentlich sagen, dass ich wieder richtig anfangen kann! Meine Ernährung läuft dafür super. Ich bin jetzt bei 1900 Kalorien und bin weder hungrig noch zu satt und hitte meine Makros jeden Tag. Das spüre ich auch an der Energie die ich habe, an meinem viel erholsameren Schlaf und meinem generellen Wohlbefinden.

Ich freue mich sehr auf die kommende Zeit mit all den neuen Projekten, tollen Menschen und natürlich euch!

 

 

Regina’s Restart: Woche 2

Aus einem besonderen Grund kommt der Regina’s Restart Text heute schon online. Warum, wieso, weshalb erfahrt ihr morgen!
Seit letztem Mittwoch war ich 4 mal trainieren, genauso wie im letzten Blogpost beschrieben.

Mit meinen Isolationsübungen und mit leichtem Gewicht. Mittlerweile macht mir das fast nichts mehr aus und ich schaffe es auch mich zu beherrschen und nicht mehr Gewicht zu nehmen. Was nur wirklich unnötig und dumm war: Vor einigen Tagen habe ich mir meinen Ellbogen verletzt. Fragt mich nicht wie, ich weiß es nicht. Ich schätze ich habe beim Trizeps trainieren doch übertrieben, weil es immer meine letzte Übung war und ich nochmal einen ordentlichen Abschluss wollte. Naja, bedeutete diese Woche leider, dass ich noch zwei Übungen weniger machen konnte. Super Regina!
Aber dafür werde ich jetzt ganz sicher nicht mehr über meine Grenzen gehen bis ich es wieder darf. Meinen Arzttermin habe ich Ende des Monats und freue mich schon mega drauf.

Übrigens läuft meine Ernährung wieder viel viel besser. Ich tracke alles und bekomme meine Proteine auch gut rein. Das einzige Problem ist, dass ich momentan irgendwie sehr unkreativ bin, wenn’s um mein Essen geht. Meistens esse ich Seitan mit Bohnen und Erbsen oder Reis. Aber hey, ich weiß ganz genau, dass nach jedem Tief wieder ein Hoch kommt und freue mich umso mehr darauf, wenn die Ideen wieder aus mir rausplatzen. Und umso mehr hat es mich gefreut als ich hier in Paderborn ankam und meine Brüder überbackene Nachos gemacht haben. Die waren so traumhaft, ich hatte welche mit Kidneybohnen und Käse light, yummy. Und ich habe alle mit Gewürzen verfeinert, so dass das ganze richtig mexikanisch schmeckt. Wenn euch interessiert wie man selbst ein mexikanisches Gewürz zusammen mischen kann, schreibt es in die Kommentare und ich mache einen Beitrag dazu!

Hier könnt ihr euch ein Full Day of Eating von meinen Brüdern und die überbackenen Nachos anschauen:

Seit Donnerstag bin ich hier bei meiner Familie und genieße die Zeit sehr. Eigentlich sollte ich gestern wieder nach Berlin fahren, aber durch Umstände bleibe ich bis Donnerstag Abend hier. Was ich natürlich auch besonders genieße ist, dass ich mit meinen Brüdern und Saskia trainieren gehen kann. Auch wenn unsere Pläne unterschiedlich sind, ist es einfach schön mit ihnen im Fitnessstudio zu sein. Normalerweise pushen sie mich zu krassen Leistungen und jetzt wo ich mich zusammenreißen muss, helfen sie mir, dass ich im Rahmen bleibe. Heute zum Beispiel wollte ich eigentlich wieder mit der Brustpresse anfangen und habe meinen Ellbogen doch gespürt. Meine Brüder haben das sofort gemerkt und mich dazu gezwungen mit der Übung aufzuhören. Dafür bin ich jetzt sehr dankbar, denn mein Ellbogen sollte wirklich erst vollständig regenerieren bis ich ihn wieder belasten kann.

Das war im Großen und Ganzen meine Woche, nicht wirklich spektakulär, aber das muss es ja auch nicht immer sein. Trotzdem habe ich wieder dazu gelernt und weiß, was ich kommende Woche besser machen kann!

Regina’s Restart: Woche 1

Es wird wieder Zeit für eine kleine Reihe. Sie soll heißen: Regina’s Restart (oh yes, eine supercoole Alliteration)
Ich werde nun wieder ein mal wöchentlich über meine Erfahrungen und Ereignisse berichten. Immer Mittwochs.

Mehr als ein Monat ist nun seit meiner Augen-OP rum und so langsam und bedächtig darf ich wieder ins Gym gehen. Bisher war ich auch schon drei mal dort, aber das Ganze sieht natürlich ganz anders aus als vor der OP. Mein Trainingsplan enthält keine Grundübungen, weil diese zu viel Druck auf mein Auge ausüben würden. Versteht das aber nicht falsch, wenn ihr keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen habt, sind Grundübungen wie Squats, Kreuzheben oder Bankdrücken das Allerwichtigste. Ich mache isolierte Übungen und das auch nur mit wirklich leichtem Gewicht und wenig Sätzen. Irgendwie ist das zwar eine krasse Selbstbeherrschungsübung, aber andererseits bin ich viel zu glücklich und dankbar, dass ich wieder ins Gym gehen kann als dass ich mich jetzt darüber beschweren könnte, dass ich noch nicht „richtig“ trainieren kann.

Ich fühle mich jetzt schon wieder viel kompletter und glücklicher, außerdem wird meine Ernährung wieder viel besser. Okay das hört sich an als wäre das ein passiver Prozess, der von irgendwelchen Faktoren gesteuert und beeinflusst wird. So ist es nicht. Das ist eine aktive Entscheidung, egal in welche Richtung. Zumindest bei jemandem wie mir, der weiß wie Ernährung funktioniert. Trotzdem fällt es mir manchmal leichter und manchmal schwerer meine Makros und Kalorien einzuhalten. Eigentlich hatte ich vor, meine Ernährung perfekt zu halten, um den Muskelverlust zu gering wie möglich zu halten. ich hatte viel für die Uni zu tun und war mit vielen Dingen beschäftigt, auch im Kopf, was keine Ausrede sein soll, aber ich habe meine Ernährung dabei nicht priorisiert.

Vor einiger Zeit kam der Punkt, wo ich mich nicht mehr so gut gefühlt habe. Ich hatte weniger Energie, meine Haut war nicht so dolle und ich hatte so eine Art Muskelkater ohne dass ich mich überhaupt bewege. Das Dümmste an der Geschichte war – vielleicht könnt ihr euch erinnern: Ich hatte eine Phase, in der ich fast gar nichts essen konnte. So nach dieser äußerst merkwürdigen Phase, kam aber dieser Moment: Hey die Schokolade kann ich locker essen, ich nehme gerade eh zu wenig zu mir. Oh ja klar her mit dem Käse, ich brauche Kalorien. Und ehe ich mich versah, habe ich zugenommen.

Das Zunehmen an sich finde ich nicht schlimm. Das hat noch lange keine wirklich gesundheitlichen Folgen bei mir und so lange ich mich in diesem Bereich bewege, mache ich mir auch keine Sorgen. Das ist aber auch nicht immer so. Nach meiner Diät zum Beispiel, war es nicht das Einfachste zuzunehmen. Aber jetzt in diesem Moment ist es okay für mich. Ah, mein Schlaf war auch nicht mehr der erholsamste.

Also beschloss ich: Ich will wieder besser essen. Jetzt tracke ich seit einigen Tagen wieder und achte darauf mehr Gemüse und Obst zu essen und zack. Ich fühle mich viel viel besser. Ich habe mehr Energie. Ich brauche weniger Schlaf und bin erholter. (Heißt nicht, dass man weniger schlafen soll, Schlaf ist eines der wichtigsten Komponenten für die Gesundheit und auch für die Regeneration nach dem Sport).

Habe ich nun ein schlechtes Gewissen, dass ich vorher nicht so gut drin war? Nein. Warum nicht? Ganz einfach, weil ich ich weiß, dass es meine eigene Verantwortung ist und ich mich aktiv dafür und dagegen entscheiden kann. Ich finde, so lange man Entscheidungen, die einen selbst betreffen, bewusst trifft, muss man auch kein schlechtes Gewissen haben. Und das ist eines der wichtigsten und für mich hilfreichsten Dinge, die ich lernen durfte: Verantwortung für alles zu übernehmen.

Selbst wenn alle Umstände gegen dich sprechen und es unmöglich scheint, dass du etwas an deiner Situation ändern kannst: Du hast IMMERNOCH einen RIESIGEN Spielraum. Für deine Handlungen, für deine Gedanken, für die Art und Weise wie du mit dir selbst sprichst. Und dieser Spielraum, auch wenn er winzig erscheint, ist trotz allen Widrigkeiten groß genug deine Situation zu ändern. Wenn du es denn willst.

Es gab eine Zeit, da hätte ich so gedacht: Ich hatte eine OP. Ich muss zwei Hausarbeiten und eine Studie in sehr kurzer Zeit schreiben. Ich darf nicht trainieren. Ich habe keine Zeit mir vernünftiges Essen zu machen. Ich kann nichts dafür, dass ich mich jetzt schlecht ernähre. Und ganz ehrlich, so habe ich zwischendurch sogar gedacht. Weil auch das eine Trainings und Übungssache ist. Und wenn man nicht jeden Tag versucht, das besser zu machen, wird man auch immer in solchen Gedankenspiralen bleiben. Auf jeden Fall habe ich den größeren Teil der Zeit so gedacht: Ja die Umstände sind wie sie sind, aber wenn ich wirklich wollen würde, könnte ich mein Essen abends noch für den nächsten Tag vorbereiten, aber ich nehme mir jetzt die Freiheit nicht darüber nachzudenken und kümmere mich später um meine Ernährung. Ich weiß welche Konsequenzen das hat, aber ich bin okay damit.

Also gut, jetzt sitze hier will wieder super healthy lifestyle leben und kann das tun. Nein Spaß, damit meine ich meine Mikros zu decken, meine Makros zu hitten und nach dem If-it-fits-your-makros-Prinzip zu essen. Ihr kennt es ja bestimmt schon von mir. Wobei, ich bekomme viele Nachrichten zu dem Thema, ich denke, ich verfasse in Zukunft mal einen Blogpost speziell zu diesem Thema. Auf jeden Fall Leute, ich bin glücklich, weil ich wieder ins Gym kann, ich bin bisschen sauer, weil ich meine FitX-Karte verloren habe und ich esse jetzt wieder super klasse.

Eine Sache noch: Bitte bitte scheut euch nicht mir Fragen zu stellen. Schreibt mir auf Instagram (regina_engelhardt) eine DM oder auf Twitter (regina__engel), eine Nachricht bei Facebook und seit heute auch auf Anchor. Eine der coolsten Apps seit langem. Sie basiert auf Stimme und weil ich so gerne rede, kann ich das dort endlich rauslassen. In meiner ersten Episode geht es um Aliens und ob ich daran glaube oder nicht. Meine Community auf Instagram hat zu dem Thema abgestimmt und dazu erzähle ich ein bisschen. Der Link dazu ist hier. Auf jeden Fall helfe ich gerne und bin froh, wenn ich auch dir in irgendeiner Weise etwas beantworten kann.

Social Media, Selbstoptimierung und meine Sportpause

Möglicherweise wisst ihr ja bereits, dass ich zur Zeit keinen Sport machen darf. Das liegt daran, dass ich am Auge operiert wurde. Ich hatte zwei Löcher in der Netzhaut und die habe ich lasern lassen. Die Löcher als solche sind nicht schlimm, schlimm können jedoch die Folgen sein, die sich daraus ergeben. Werden diese Löcher zu groß, kann es passieren, dass sich die Netzhaut vollständig ablöst und im schlimmsten Fall verliert man infolgedessen sein Augenlicht. Das Risiko wollte ich definitiv nicht eingehen. Ich will kurz auf etwas hinweisen. Wenn ihr kurzsichtig seid, lasst euch regelmäßig auf solche Löcher hin kontrollieren. Die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass diese in der Netzhaut auftreten, vor allem wenn eure Dioptrien stetig fallen. Trotzdem ist es nicht die Regel, dass der Augenarzt diese Untersuchung durchführt ohne dass eine Indikation besteht. Also fragt bei der nächsten Kontrolle einfach nach. Hierbei wird die Pupille mittels Tropfen erweitert, erst so sind die Löcher überhaupt sichtbar.
Mein Auge muss auf jeden Fall verheilen und ich darf keinen Sport machen. Natürlich ist das nicht schlimm und natürlich steht die Gesundheit über allem. Trotzdem fehlt es mir und das merke ich an verschiedenen Stellen. Jetzt wird mir erst wirklich bewusst, welchen Gewinn mir der Sport bringt. Zum einen habe ich doppelt so viel Energie, wenn ich regelmäßig Kraftsport mache, zum anderen merke ich wie es mir mental besser geht. Ich bin ein Mensch, der sich viel zu viele unnötige Gedanken macht und meine täglichen Trainingseinheiten haben mir geholfen, das in den Griff zu bekommen. Nicht einmal bewusst, jetzt wo ich Abstand dazu habe, sehe ich das erst wirklich. Und ehrlich gesagt: mir persönlich geht es viel besser, wenn ich positiv bin. Positiv heißt für mich nicht, dass man sich ständig zwingt, bloß keine Sekunde lang zu zweifeln, sondern dass man den Tag trotz Zweifel und trotz kleinen oder manchmal auch größeren Schwierigkeiten genießen kann und sagen kann, man ist glücklich. Ich bin mir über die Selbstoptimierungsdebatte, die vor allem gegen den „Trend“ Fitness geführt wird, sehr bewusst. Aber ich muss sagen, sie bringt mich nicht weiter. Ich habe schon so oft darüber nachgedacht und darüber diskutiert. Ich verstehe die Ansicht auch, dass man sagt, wenn man sich auf Social Media Kanälen aufhält, wird einem ständig suggeriert, dass man weniger wert ist, wenn man sich nicht „clean“ ernährt oder wenn man nicht versucht permanent positiv zu sein oder wenn man keinen Sport macht. Das ist nun mal das Bild, das man leicht bekommen kann, wenn man sich die falschen Dinge anschaut und zum anderen wenn man sich nicht weiter damit beschäftigt. Wie ich wahrscheinlich schon oft gesagt habe ist eine vollkommen „cleane“ Ernährung weder notwendig um Muskeln aufzubauen noch um gesund zu sein. Die Annahme, dass man keine Pizza und keine Schokolade mehr essen darf ist schlichtweg falsch. Außerdem: versucht mal das Wort „clean“ im Bezug auf Ernährung zu definieren. Welche Lebensmittel sind clean? An welchen Kriterien mache ich das überhaupt fest? Niemand sagt, dass man seinen Verstand verlieren soll und aufhören soll Dinge zu hinterfragen, nur weil zu einer positive Einstellung aufgefordert wird. Nicht jeder will positiv sein, was auch absolut in Ordnung ist, aber um ehrlich zu sein, bin ich noch nie einem Menschen begegnet, auch unter den Selbstoptimierungskritikern nicht, der gesagt hat: Ich will nicht glücklich sein. Und überhaupt was ist positiv? Was ist eine positive Einstellung? Das selbe wie optimistisch? Und ist positiv nicht dasselbe wie glücklich? Das ganze Thema und die ganze Debatte ist extrem schwierig und lässt sich auch nicht beantworten. Ich für meinen Teil, kann euch sagen, was das für mich bedeutet und wie ich damit umgehe, vor allem im Hinblick auf Social Media. Erst einmal schaue ich mir nur YouTuber, Instagramer, Blogger und andere im Social Media Bereich aktive Menschen an, die ICH mir aussuche, die MIR einen Mehrwert bieten. Ja man begegnet trotzdem Leuten, die man sich nicht ausgesucht hat, aber einfach aus dem Grund, das ich weiß was ich möchte, ist es mir egal. Ich muss auch dazu sagen, ich fühle mich einfach nicht mies, wenn ich jemanden sehe, der ein vermeintlich besseres Leben hat als ich, der besser aussieht als ich, der weiter im Sport ist als ich, der irgendetwas besser kann. Ich bin einfach zufrieden mit mir und dem wo ich stehe. Auch das hat viele Jahre gedauert und ganz sicher bin ich nicht frei von Selbstzweifeln, aber es ist einfach eine andere Art und Weise mit der ich das jetzt betreibe. Außerdem kommt hinzu, dass man noch nie so ein großes Angebot und so viele Freiheiten, sich mediale Inhalte auszusuchen, hatte. Und ebenfalls ja, das ist auch die große Gefahr von Social Media und mit dem Überangebot muss man lernen umzugehen. Definitiv sollte man Kinder über Sachverhalte wie Produktplatzierungen oder dass die Personen, die man sieht, nicht immer alles zeigen, wie es ist, aufklären. Aber das ist ein anderes Thema. Nein, eigentlich gehört das auch zum Thema, aber irgendwann muss dieser Text auch enden. So, was bedeutet glücklich sein für mich? Für mich persönlich ist ein wichtiger Teil davon, dass ich jetzt in diesem Moment das Gefühl habe, dass Ort und Zeit passen. Dass ich mit dem was ich habe zufrieden bin. Bin ich es nicht, übernehme ich die Verantwortung dafür und schaue was ich ändern kann. Außerdem brauche ich ein Ziel, ein Projekt auf das ich hinarbeite. Dabei ist das Ziel gar nicht so wichtig. Ein Ziel brauche ich, um einen Weg einzuschlagen auf dem ich glücklich bin. Wenn ich am Ende wo anders ankomme als zuerst angedacht, spielt das auch keine Rolle, weil ich den Weg gegangen bin, der mir das Gefühl gegeben hat zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Und ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass das alles mit einer positiven Einstellung viel besser geht. Nicht unbedingt einfacher, weil auch das eine Trainingssache ist, aber besser. Und deswegen suche ich mir das aus. Dass ich Positivität in meinem Leben haben will.
Ich könnte noch viel mehr über das Glücklichsein schreiben und natürlich die Menschen, die dazugehören, was der zweite riesige Faktor dabei ist, aber ursprünglich wollte ich einen Text darüber verfassen, wie ich meine Sportpause handhabe und überhaupt bin ich in meiner Dreiteilung Ernährung/Positivität/Sport gar nicht auf den Sport eingegangen. Ein klassischer Fall von Zielen, die Wege eröffnen auf denen man glücklich ist.

Aufbau-Wochentagebuch: Woche 7

So Leute, eigentlich bin ich gerade viel zu aufgeregt um mein Tagebuch hier zu schreiben, aber ich schaue mal was ich zustande bringe.

Die letzte Woche war eine Menge los. Meine Brüder und Saskia (Arturs Freundin und meine neue Schwester) waren bei mir in Berlin und jetzt bin ich in Paderborn bei meiner Familie, morgen geht’s für meine Mama, Niklas und mich nach Kasachstan.

Ernährungstechnisch lief die Woche super, ich habe meine Kalorien eingehalten und ich bin nicht mehr permanent hungrig. Auch mein Training lief sehr gut, wobei ich diese Woche mal wieder anpassen musste.

Ich war nämlich bei dem Under Armour Kick-Off-Event von #RUNVERBOTEN und dort bin ich, wie der Name schon sagt, gelaufen.

Der Run fand am Freitagabend statt. Wir haben uns am Under Armour HUB in Berlin getroffen und wussten nicht, wo wir später laufen würden. Nach einer Stunde kam ein Bus und auf jedem Sitz war ein kleines Päckchen mit Wasser, einer Banane und einem Riegel bereitgelegt.

Generell war soo gut für uns gesorgt, wir wurden immer satt und alles war einfach perfekt organisiert.

Nach ca. einer halben Stunde kamen wir dann am BER-Flughafen an und dort zu laufen war einfach der Wahnsinn. Und ja Leute, ich habe durchgehalten. Ich bin keine Cardio-Queen und habe fast 6 km geschafft. Wenn ich dann mal im Flow bin beim Laufen, liebe ich es. Nach dem Lauf gab es ein HIIT. Da hab ich aber einen Gang zurück geschaltet, weil ich keinen Muskelkater haben wollte, der mein kommendes Training behindert. Auch den Sprint in dem Run habe ich aus diesem Grund, ausgelassen.

Zurück im Under Armour HUB gab es für uns alle wieder Getränke und Süßkartoffelpommes, Salat sowie Tofu-Taschen. Extrem lecker, den Laden checke ich auf jeden Fall nochmal aus.

Abgesehen von den Under Armour-Events lief in der Woche alles nach Plan und ich habe lange überlegt, was vielleicht nicht ganz so gut war, um diesen Eintrag spannender zu gestalten. Und dann dachte ich mir. Ne, es lief einfach alles gut und das ist auch in Ordnung so. Bei mir ist es viel zu oft so, dass ich mich nicht damit abfinden kann, wenn mal alles klappt, weil irgendwo muss es ja einen Haken geben. Aber so ist es nicht. Es DARF auch mal alles klappen und man darf dann auch einfach glücklich und dankbar sein und muss nicht nach Fehlern suchen. Etwas, das mir persönlich nicht unbedingt einfach fällt, ich glaube so richtig wäre es mir ohne diesen Blog-Eintrag auch nicht aufgefallen, wie oft ich künstlich nach Fehlern suche.

Jetzt gerade ist es übrigens 6.08 Uhr und ich sitze im Zug nach Frankfurt am Main, um von dort aus nach Almaty, Kasachstan zu fliegen. Einerseits bin ich super aufgeregt, weil ich keine Ahnung habe was mich erwartet, andererseits kann ich auch nicht so richtig aufgeregt sein, weil ich eben nicht weiß was mich erwartet. Meine Eltern sind dort geboren und aufgewachsen und waren seit meiner Geburt nicht mehr dort. Meine Mama und Niklas sind dabei und Leute, meine Mama sieht ihre Mama zum ersten mal nach 23 Jahren wieder. Was auch lustig ist: Sie ist in dem Alter, in dem ich jetzt bin, ausgewandert.

Wie ich es mit Training dort mache, weiß ich noch überhaupt nicht, das wird auf jeden Fall eine Herausforderung. Wobei es eigentlich auch nicht schlecht ist, 2 Wochen im Jahr zu pausieren. Ich bin aber knapp 3 Wochen weg, also mal sehen, was so geht. Größere Gedanken mache ich mir ums Essen. Zum einen kann ich nicht in ein fremdes Land, zu meiner Familie, die ich erst kennenlerne, kommen und meine Waage auspacken. Zum anderen ist traditionelles Essen so dermaßen lecker, dass ich mich nicht wundern würde, wenn ich 10 kg schwerer wieder in Deutschland ankomme. Aber ich lasse es auf mich zukommen und gucke wie ich mit der Lage umgehe. Selbst wenn ich 10 kg schwerer zurückkomme. Dann geht’s halt in den Cut. Ich sehe das alles wie ihr wisst nicht ganz so eng und passe alles meinem obersten Ziel an: glücklich zu sein und mich wohlzufühlen. Das wichtigste ist, eine Balance zu finden und immer offen für alles zu sein. Aber auch das ist Trainingssache und auch das trainiere ich jeden Tag mehr oder weniger bewusst. Und ihr lieben Leute, es gibt eine weitere Neuigkeit. Ich vlogge in Kasachstan und die Videos kommen nach der Reise auf YouTube online. Ich habe heute morgen schon angefangen und ich hatte jetzt schon den Spaß meines Lebens.

Aufbau-Wochentagebuch: Woche 6

Die vergangene Woche war ja eher weniger eine „Aufbau-Woche“.  Wie ihr meinem letzten Eintrag entnehmen könnt, wurde es Zeit für einen Mini-Cut. Und den habe ich auch von Montag bis Freitag gemacht. Mini-Cut bedeutet, dass man zwar nur für eine kurze Zeit ins Kaloriendefizit springt, dafür aber in ein recht hohes. Ich war jetzt bei 1200 Kalorien. Die ersten Tage waren kein Problem, ich weiß auch ganz gut was ich essen muss um meinen Magen volumenreich zu füllen. Ich habe mich auch jeden Tag an mein Kalorienziel gehalten, was mir erst am letzten Tag dann wirklich schwer fiel.

Um ein paar Zahlen in den Raum zu werfen: Nach meinem Fressanfall bzw. meinen Fressanfällen wog ich 64,5 kg. Am Ende des Mini-Cuts war ich bei 61,9 kg. Da ist also ordentlich was raus gegangen. Das meiste war ganz klar Wasser, so ein Wasserbüffel war ich glaub ich noch nie in meinem Leben. Auch eine interessante Erfahrung.

Das Training lief während der Zeit super, außer nach dem letzten Tag, dem Samstag. Zu der Zeit habe ich noch nichts gegessen und da haben mir die Kohlenhydrate wirklich gefehlt. Bei der dritten Übung (Bulgarian Split Squats) wurde mir so schwindelig, dass ich mich zwischendurch setzten musste und mich sehr langsam durch das restliche Training gequält habe. Spaß hat das ganze nicht gemacht, aber ich wusste: heute Abend gibt es Sushi. Und das war eine Monster Motivation!

Aus diesem Mini-Cut habe ich einiges gelernt. Es war okay mal zu eskalieren, wenn man es früh genug merkt, kann man noch recht schnell zu seiner gewünschten Form zurück. Bei mir war es jetzt beide Male so, dass ich hinsichtlich Rezeptideen während eines Kaloriendefizits viel kreativer war. Das will ich diesmal aber unbedingt beibehalten und nicht in eine Routine fallen. Außerdem ist da diese Wertschätzung gegenüber Essen. Klar ist noch viel von der letzten langen Diät hängen geblieben, aber ich habe irgendwann aufgehört meinen Körper bewusst wahrzunehmen. Ja, ich bin ein Mensch mit viel Appetit, trotzdem kann auch ich innehalten und überlegen, ob ich wirklich noch Hunger habe oder einfach nur weiter essen will, weil ich es kann und Spaß daran hätte.

Meine Wertschätzung gegenüber Essen ist zwar nicht kleiner geworden, aber nach dem Mini-Cut hat sie sich nochmal verstärkt. Mindestens ein Mal am Tag schaue ich mein  Essen an und bin dankbar dafür. Dafür, dass ich im Grunde genommen, einfach alles essen kann was ich will, dafür, dass ich nicht hungern muss und dafür, dass ich weiß, was meinem Körper gut tut.

Kurz nochmal zu meinem Essen während des Mini-Cuts. Ich hab es so gemacht, dass ich zwei Mal am Tag gegessen habe. Eine Kleinigkeit Mittags, meistens Joghurt mit Obst oder etwas Pumpernickel mit einem NAbio-Aufstrich. Abends habe ich dann den Großteil meiner Kalorien gegessen. Diese haben sich aus einer Proteinquelle wie Tofu oder Seitan, Kohlenhydrate in Form von Hülsenfrüchten (die ebenfalls einen ganz guten Proteingehalt haben) und einer Fettquelle meistens Peanutbutter zum Nachtisch zusammengesetzt. Und aus einer Menge Salat. Einer ganzen, riesigen Bowl. Mit einer Zero-Calory-Sauce (Callowfit).

Trainiert habe ich wie gewohnt und mein Training lief, wie gesagt, gut. Als ich dann Samstag wieder auf 2000 Kalorien gegangen bin, habe ich sofort gemerkt wie meine Konzentration wieder besser wurde (ich schreibe zur Zeit eine Hausarbeit) und wie meine Kraft heute beim Training explodiert ist. Mega. Dieses Gefühl beim Training ist unbezahlbar.

Mehr gibt es diese Woche auch nicht zu erzählen, außer vielleicht, dass ich nächste Woche nach Kasachstan fliege. Ich bin so aufgeregt und gespannt darauf wie alles sein wird. Nächsten Montag gibt es noch mal ein ganz normales Aufbau-Wochentagebuch und danach kommt die Kasachstan-Edition.

Ich freue mich darauf und ich freue mich, dass ich die Möglichkeit habe meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Wenn ihr Fragen habt, schreibt es in die Kommentare oder schreibt mir eine DM auf Instagram, ich beantworte alles was ich lese!

Aufbau-Wochentagebuch: Woche 5

Okay Woche 5 ist vorbei. Im Großen und Ganzen lief alles bis zur Woche 4 gut. Es gab ein paar kleine Struggles, aber die waren für mich allesamt gut zu überwinden. Dann kam die fünfte Woche.

Bis Mittwoch war ich noch in Offenburg und dachte mir Montag und Dienstag: „Hey, ich bin nur noch 2 Tage hier, Mittwoch fahre ich schon, ich tracke jetzt nur nach Gefühl und esse so wie ich Lust habe, ich gleiche das alles wieder aus.“ Wie ihr wisst, ich esse gerne, ich kann viel essen und ich esse gerne viel. Dann kam der Mittwoch, der Tag der Abfahrt. Die Bahn hat rumgesponnen und wir wussten vorher schon, dass wir viel länger brauchen werden als sowieso schon. Und es war heiß. Was ich damit sagen will: Eine Situation, die per se nicht schlimm ist, von der ich mich aber habe stressen lassen. Außerdem fiel es mir schwer wegzufahren, weil die Zeit so schön war. Vor der Fahrt habe ich ordentlich gegessen und auf der Fahrt habe ich auch reingehauen. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch: „Ach, das gleiche ich wieder aus. Kein Thema.“ Donnerstag bin ich dann auch mit den Kalorien runter. Viel Schlaf hatte ich nicht, denn Donnerstag früh hieß es ab zum Training und zur Arbeit. Samstag war eine Hochzeit auf die ich eingeladen war und für die ich eine kleine Torte machen wollte. Freitag musste ich viel erledigen, die Torte machen und mir überlegen was ich anziehe. Es wurde extrem spät, gegessen habe ich zwar okay, aber: ich habe eine Torte gemacht. Ich bin einer dieser Menschen, die beim Backen schon die Hälfte des Teigs und der anderen Komponenten „probieren“. Okay wow, noch mehr Kalorien. Nachdem die Torte nachts fertig war, bin ich sehr früh aufgestanden, denn die Hochzeit fand nicht in Berlin statt. Am nächsten morgen hatte ich nach dem stressigen Tag kaum Schlaf und hab so langsam gemerkt: hmm irgendwie habe ich doch viel Wasser gezogen. Und ich kann jetzt schon verraten: es war nicht nur Wasser. Dann kam die Hochzeit und gab dem Ganzen den Rest. Leute es gab Brownies. Während andere Leute irgendwann ein Sättigungsgefühl verspüren, sieht das bei mir eher so aus: Okay, mein Browniemagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Marshmallows essen. Okay, mein Marshmallowmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Kartoffelröstis essen. Okay, mein Kartoffelmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Torte essen. Okay, mein Tortenmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Nachos essen. Und Leute, das endet nicht. Ich bin nicht mal so, dass es in süß und salzig unterteilt ist, sonder ungefähr jedes Lebensmittel einen Extraplatz hat.

Schon abends wurde mir klar: Der eine Donnerstag an dem ich mit den Kalorien runtergegangen bin, wird eine ganze Woche niemals ausgleichen. Und auch der folgende Sonntag nicht. Eine andere Krux an der Geschichte ist auch noch, dass mein Bauch die ganze Zeit über absolut in Ordnung aussah. Mein Serratus war sichtbar, Ansätze von den Abs waren sichtbar und in meiner Wolke dachte ich mir: Wow, geht doch voll! Bis ich dann gecheckt habe, wo sich die ganzen Kalorien gesammelt haben. In meinen Beinen. Was ebenfalls dazu kommt ist, dass ich zwar ein Mal im Gym war während der Zeit und auch Homeworkouts gemacht habe, sogar laufen war. Ich war eben aber nicht jeden Tag im Fitnessstudio und habe kein vernünftiges Krafttraining gemacht. Das bedeutet, mein Verbrauch war auch nicht so hoch wie sonst. Als ich das alles realisiert habe, und da muss ich ehrlich sein, war ich gar nicht glücklich. Ich habe mich sehr gestresst. Mal abgesehen von der Form, mit der ich jetzt nicht mehr zufrieden bin, war ich einfach sauer auf mich, dass das alles so passiert ist. Nein, eben nicht passiert ist, sondern dass ich es so gemacht habe. Einen weiteren Tag später, also heute, hab ich es aber geschafft, wieder positiv zu werden. Vielleicht noch nicht in dem Maße wie ich es gern hätte, aber es geht mir schon viel besser. Das Ding ist auch, natürlich soll man sein Leben genießen und natürlich esse ich auch mal so viel ich will, aber um ehrlich zu sein, weder macht es mich wirklich glücklicher eine Woche lang Binge-Eating zu betreiben, noch braucht es 5 Stücke Torte und ein halbes Blech Brownies. Ob ich ein Stück esse oder mehr, ändert in meiner Glücklichkeitsskala gar nichts. Und damit will ich nicht sagen, dass es bei anderen nicht so sein kann. Wie immer, spreche ich hier über mich und teile meine Erfahrungen. Sie müssen kein bisschen deckungsgleich mit Deinen sein.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich mache jetzt einen Mini-Cut. Meine Kalorien sind drastisch erniedrigt, dafür soll das Ganze aber nicht lange gehen.

Im Nachhinein ist mir klar geworden, dass ich noch viel mehr daran arbeiten muss, mich nicht schnell stressen zu lassen, aber auch das ist Training und ein Prozess. Ich denke viel zu viel über unnötige Dinge nach, deswegen fällt es mir manchmal nicht leicht wieder in meinen positiven Modus zu kommen, wenn ich einmal im Stressmodus bin. Aber ich arbeite daran und das wichtigste ist, dass man nicht aufgibt. Und ich bin froh, dass ich das daraus gelernt habe.

Aufbau-Wochentagebuch: Woche 4

Heute kommt mein Wochentagebuch einen Tag später als sonst, da ich gestern im Europa-Park war und den Tag unbedingt noch in die letzte Woche mit reinnehmen wollte.

Einen ganzen Monat befinde ich mich jetzt im Aufbau, also einem Kalorienüberschuss.
Mein Gewicht unterliegt den üblichen Schwankungen, da habe ich von letzter zu dieser Woche keinen großen Unterschied feststellen können.

Dienstag und Montag verlief alles sehr unspektakulär, seit Mittwoch bin ich in Offenburg bei der Familie von Niklas und da standen einige besondere Dinge auf dem Programm: das Weinfest, Geburtstage und eben Europa-Park.

Erst möchte ich über mein Training sprechen. Am Mittwoch habe ich nicht trainiert, weil da die Zugfahrt war und die Reise hier runter in den Süden den ganzen Tag eingenommen hat. War aber auch so geplant, deswegen habe ich auch am Sonntag keinen Restday gemacht. Am Donnerstag habe Beine mit Kuzhanteln zuhause trainiert, was mir für einige Tage Muskelkater beschert hat. Obwohl ich es im Alltag eher versuche zu vermeiden Muskelkater zu bekommen, war es in dem Fall absolut in Ordnung. Ich habe neue Reize gesetzt und die Zeit zum Regenerieren konnte ich mir hier auch gut nehmen. Freitag sind wir hier ins Gym gegangen und ich habe Oberkörper trainiert. Samstag hatte ich immer noch etwas Muskelkater in den Beinen und habe deswegen kein Krafttraining gemacht, bin aber Joggen gegangen. Nicht viel und nicht lange, sondern so, dass es meine Durchblutung anregt und mein kardiovaskuläres System anregt. Und ich muss sagen, ich habe mich danach so gut gefühlt und hier in den Reben zu laufen ist wirklich einmalig. Ich werde jetzt sicher hin und wieder Kardioeinheiten einbauen, auch in Berlin. Sonntag habe ich meinem Körper einen Tag Ruhe gegönnt und Montag ging es in den Europa-Park, auch da habe ich nicht trainiert.

Nun zur Ernährung: Mittwoch bis Samstag wurde alles getrackt, ich habe alles ganz normal gehittet und Sonntag und Montag habe ich bewusst nicht getrackt. Ein spannender Aspekt war denke ich das Weinfest am Freitag Abend. Wie habe ich das gemacht? Alkohol in einer fitnessorientierten Lebensweise? An dieser Stelle: Wie bei vielen Dingen, hat da jeder eine andere Meinung und eine bestimmte Meinung macht eine andere nicht schlechter. Generell sollten wir alle mit unseren Wertungen sparsamer umgehen und uns darauf konzentrieren, das was wir tun, mit uns selbst zu vereinbaren. Das reicht auch schon!

Also kommen wir nun zu meiner Meinung und zu dem wie ich es handhabe: Ich trinke sehr selten Alkohol, aber wenn ich es mache, dann bewusst und ich fühle mich auch nicht schlecht deswegen. Alkohol hat sicher keine positiven Auswirkungen auf den Muskelaufbau, aber ich denke, das ist allen klar. (Bei größeren Mengen schränkt es die Proteinsynthese ein; ist man verkatert, kann man nicht gut trainieren, etc.) Zwei der wichtigsten Punkte zum Thema Alkohol sind: Alkohol hat Kalorien und Alkohol entzieht dem Körper Wasser. Es gibt weitere Faktoren, ich gehe nur auf diese ein, weil es für meinen Alltag und die geringen Mengen absolut reicht.

Wir wissen, dass Proteine, Kohlenhydrate und Fett Makronährstoffe sind, die eine bestimmte Kaloriendichte haben. (Proteine: 4, Kohlenhydrate: 4, Fett: 9) So ist es bei Alkohol auch. Alkohol hat 7 Kalorien pro Gramm. Also eine relativ hohe Kaloriendichte. Das sollte man wissen, wenn es darum geht, nicht über sein Kalorienziel hinauszuschießen. Ich tracke also das, was ich an Alkohol trinke, indem ich Alkohol mit Kohlenhydraten verrechne. Hier ein kurzes Beispiel:

Ich habe 100 ml Wein. Die schaue ich mir in „MyFitnessPal“ an. Sie haben 85 Kalorien, davon 2,7 g Kohlenhydrate, 0 g Fett und 0 g Proteine. Logischerweise zeigt die App Alkohol nicht an, da er nicht zu den für den Körper wichtigen Nährstoffen gehört. Wenn ich diese 85 Kalorien nun mit meinen Kohlenhydraten verrechnen möchte, teile ich 85 durch 4 und habe dann 21,25. Diese 21,5 g ziehe ich von meinem Tagesbedarf an Kohlenhydraten ab und fertig ist das ganze.

Man kann sie auch mit Fett verrechnen, da muss jeder gucken wie er es lieber hat. Hier wäre der zu dividierende Faktor dann 9 (siehe oben). Bei dem Weinfest habe ich den Wein, den ich getrunken habe getrackt und zusätzlich viel mehr Wasser getrunken als sonst.

Ich sag es immer wieder und ich werde auch nicht aufhören damit. Fitness BEREICHERT mein Leben. Es ist kein Korsett, dass ich mir überstülpe und das mich dann einengt und mir im schlimmsten Fall die Luft zum Atmen nimmt. Alles ist immer in Relation zu den Zielen, die man hat, zu sehen. Im Aufbau mal mehr zu essen, das Tracken an zwei Tagen auszulassen oder Alkohol zu trinken, wird euch (wenn man einige Eckpunkte beachtet) nicht aus der Bahn werfen. Selbst wenn, dann steigt halt wieder ein. In einer Diät wäre ich persönlich mit Alkohol viel vorsichtiger, in meiner letzten (und ersten) Diät habe ich ein halbes Bier an meinem Geburtstag getrunken, das war’s. Vielleicht entscheide ich mich auch irgendwann dazu, an einem Wettkampf teilzunehmen oder irgendein anderes Ziel zu verfolgen und werde das ganze viel genauer nehmen, aber auch das ist dann in Ordnung.

So lange ihr keinem wehtut, macht das, was euch glücklich macht. Vollkommen egal, was es ist.

Aufbau-Wochentagebuch: Woche 3

Wow, schon die dritte Woche meines Aufbaus ist nun vorüber! Die letzte Woche lief im großen und ganzen super. Sie stand irgendwie sehr im Zeichen der Flexibilität, im wörtlichen und auch im übertragenen Sinne.

Mit meinem Trainingsplan bin ich nach wie vor überglücklich. Die Einheiten fordern mich und ich WILL alles geben und pushe mich jeden Tag. Zur Zeit muss ich aufpassen, dass ich nicht übertreibe, um keinen Muskelkater zu verursachen. Zumindest keinen der mich einschränkt. Denn: der Muskel braucht Zeit zum Regenerieren um zu wachsen. Jedes Mal mit Muskelkater aufzustehen und trainieren zu gehen ist kontraproduktiv.

Trotzdem konnte ich es letzte Woche nicht vermeiden. Zwar hat der Muskelaufbau und das Bodybuilding absolute Priorität bei mir, aber ich liebe es einfach zu sehr Neues auszuprobieren. Letzten Freitag war ich auf einem Nike-Training-Event und habe dort ein Workout mitgemacht. Das Workout bestand aus Crossfit-Elementen, also aus Zeug, das ich normalerweise nicht mache. Ich wollte natürlich alles so gut machen wie nur möglich und bin zwar nicht völlig an meine Grenzen gegangen, aber doch in die Nähe. Eigentlich ein Wunder, dass der einzige Muskelkater, den ich wirklich hatte, in meinen Unterarmen war. Muskelkater im Unterarm. Lol.

So, ich habe also dieses Workout mitgemacht, was übrigens auf einer Dachterrasse stattfand -die Location war trotz Regen extrem cool. Also, Workout mitgemacht, am nächsten Tag Muskelkater in den Unterarmen und was kommt noch dazu? Ich fahre kommenden Mittwoch zur Familie meines Freundes und kann dort nicht jeden Tag ins Gym. Okay, wie gehe ich nun mit dieser Situation um?

Erster Schritt: Überlegen wie ich meinen Trainingsplan der Situation anpasse. An dem Freitag war ich nicht im Gym, auf dem Plan stünde eigentlich Oberkörper. Anfangs wollte ich dafür dann Samstag Oberkörper trainieren. Zum anderen wollte ich Sonntag keinen Restday machen, weil ich diese Woche, wie gesagt, nicht jeden Tag ins Gym kann. Also fing ich Samstag an Oberkörper zu trainieren, habe Latzug gemacht und bin dann zur Bank für Bankdrücken mit Kurzhanteln gegangen. Ich nehme meine 12,5 kg und merke meine Unterarme so richtig. Ich konnte meine Gelenke nicht vernünftig stabilisieren und hab sofort aufgehört. Es hätte absolut keinen Sinn gemacht so weiter zu machen und weiterhin Oberkörper zu trainieren. Zudem wollte ich Sonntag keine Pause machen, was nach dieser Planung bedeuten würde, dass ich Sonntag Beine trainieren müsste und Montag wieder Beine auf dem Plan stünden. Auch nicht gut. Aus diesem Grund habe ich dann statt mich irgendwie durch den OK-Tag zu quälen und nichts zu gewinnen, außer vielleicht das Gefühl von „super, ist abgehakt“, Beine trainiert. Das wiederum hatte zur Folge, dass ich Sonntag mit regenerierten Unterarmen OK trainiert habe und heute ganz normal wieder in meinen Trainingsplan mit meinem Legday einsteigen konnte. Ich war an keinem der drei Tage mehr in irgendeiner Form eingeschränkt und konnte so das Beste aus der Situation rausholen.

Da ich gerade in keiner Wettkampfvorbereitung oder ähnlichem stecke, ist es für mich vollkommen in Ordnung meinen Trainingsplan flexibel anzupassen und trotz der Priorität des Muskelaufbaus Neues auszuprobieren. Man muss immer abwägen und sich überlegen: was möchte ich? Was sind meine Ziele? Oft kann man Dinge auch zugunsten von anderen Dingen ändern, ohne dass man seine Ziele aus den Augen verliert. Vielleicht dauert der Weg zum Ziel dann ein kleines bisschen länger, aber vielleicht war eine neue Erfahrung oder etwas Anderes das auch einfach wert.

Soviel zu meinem Training. Kommen wir nun zu meiner Ernährung: Die war insgesamt eher unspektakulär. An zwei Tagen habe ich 100 Kalorien mehr gegessen, an einem dafür 200 weniger. Denn wie wir wissen: es kommt auf die Wochenbilanz an, nicht auf die einzelnen Tage!

Mein Gewicht lag gestern bei 61,4kg und heute Morgen bei 62. Ihr merkt, mein Gewicht schwankt ziemlich viel hin und her. Ich bemühe mich stets die Bedingungen zum Zeitpunkt an dem ich mich wiege alle gleich zu halten. Also, selbe Uhrzeit, selbe Waage, leerer Magen usw. Wobei leerer Magen manchmal schwer wird, wenn ich am Abend vorher zu spät gegessen habe und, nun ja, mein Magen eben dann noch nicht leer ist. Das war wahrscheinlich heute morgen der Fall. Dann kommen noch viele weitere Faktoren hinzu, wie z.B.: Wie salzig esse ich? (Sehr Salzig essen kann Wassereinlagerungen zur Folge haben) Treffe ich meine Ballaststoffmenge? Wo befinde ich mich in meinem Zyklus? Hatte ich Stress? Hatte ich genügend Schlaf? Alles Dinge, die Einfluss auf das Gewicht haben. Deswegen an dieser Stelle: Legt nicht zu viel Wert auf diese Zahl. Ich wiege mich, um zu kontrollieren, ob ich meine Kalorien anpassen muss, ob ich eventuell mehr essen muss, um im Überschuss zu sein oder ob ich weniger essen will, weil ich zu schnell zunehme. Ansonsten hat die Waage absolut keinen Wert für mich. Ich habe mich mit 64 Kilo wohlgefühlt, aber auch mit 57. Natürlich nicht automatisch, das ist alles Trainingssache, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es mir wirklich einfach egal was da steht. In der Diät war mir das schon wichtiger. Und mit wichtig meine ich, es hat mich interessiert. Ich kann euch AUSDRÜCKLICH empfehlen, das auch zu trainieren. Euch nicht von der Waage verrückt machen zu lassen. Sie kann euch helfen, eure Ziele zu erreichen und zu kontrollieren, ob ihr auf dem richtigen Weg seid, aber mehr auch nicht. Genauso wie das Tracken, über das ich letze Woche gesprochen habe.

Im Endeffekt geht es immer nur darum, dass ihr glücklich seid und lernt euch selbst zu lieben und in eurem Körper wohlzufühlen.

Kommen wir nun zu meinen Zielen für diese Woche. Da ich diese Woche wegfahre, ist eines meiner größten Ziele, meine Ernährung gut zu halten und mein Training bestmöglich anzupassen. dazu habe ich schon einige Ideen. Was ich unbedingt auch wieder machen muss, ist mehr Zeit für meine körperliche Flexibilität aufzuwenden. Das kann man auch auf Reisen immer gut einbinden, also bekommt das schonmal viel Aufmerksamkeit von mir. Mindestens 10 Minuten Dehnen jeden Tag und am besten Yoga miteinbeziehen. Ich werde mir gute Homeworkouts raussuchen und wenn ich ins Gym gehe, ausführlich Ganzkörper trainieren.

In den letzten Wochen bin ich viel hin und her gefahren (Manchester, Paderborn, Berlin, wieder Paderborn etc.) Das hat meinen Schlafrhythmus etwas durcheinander gebracht und den würde ich trotz erneutem Wegfahren gerne wieder besser in den Griff bekommen. Und was mir auch noch aufgefallen ist: ich muss wieder konkreter darauf achten, dass ich genug trinke. Ich trinke normalerweise sowieso genug und fühlte mich damit zu sicher, was dazu geführt hat, dass ich dann hin und wieder doch nicht am Optimum meines Wasserkonsums war.

So, das sind meine Ziele für diese Woche und ich freue mich, dass Montag ist und ich all das in Angriff nehmen kann!