Aufbau-Wochentagebuch: Woche 7

So Leute, eigentlich bin ich gerade viel zu aufgeregt um mein Tagebuch hier zu schreiben, aber ich schaue mal was ich zustande bringe.

Die letzte Woche war eine Menge los. Meine Brüder und Saskia (Arturs Freundin und meine neue Schwester) waren bei mir in Berlin und jetzt bin ich in Paderborn bei meiner Familie, morgen geht’s für meine Mama, Niklas und mich nach Kasachstan.
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Aufbau-Wochentagebuch: Woche 6

Die vergangene Woche war ja eher weniger eine „Aufbau-Woche“.  Wie ihr meinem letzten Eintrag entnehmen könnt, wurde es Zeit für einen Mini-Cut. Und den habe ich auch von Montag bis Freitag gemacht. Mini-Cut bedeutet, dass man zwar nur für eine kurze Zeit ins Kaloriendefizit springt, dafür aber in ein recht hohes. Ich war jetzt bei 1200 Kalorien. Die ersten Tage waren kein Problem, ich weiß auch ganz gut was ich essen muss um meinen Magen volumenreich zu füllen. Ich habe mich auch jeden Tag an mein Kalorienziel gehalten, was mir erst am letzten Tag dann wirklich schwer fiel.

Um ein paar Zahlen in den Raum zu werfen: Nach meinem Fressanfall bzw. meinen Fressanfällen wog ich 64,5 kg. Am Ende des Mini-Cuts war ich bei 61,9 kg. Da ist also ordentlich was raus gegangen. Das meiste war ganz klar Wasser, so ein Wasserbüffel war ich glaub ich noch nie in meinem Leben. Auch eine interessante Erfahrung.

Das Training lief während der Zeit super, außer nach dem letzten Tag, dem Samstag. Zu der Zeit habe ich noch nichts gegessen und da haben mir die Kohlenhydrate wirklich gefehlt. Bei der dritten Übung (Bulgarian Split Squats) wurde mir so schwindelig, dass ich mich zwischendurch setzten musste und mich sehr langsam durch das restliche Training gequält habe. Spaß hat das ganze nicht gemacht, aber ich wusste: heute Abend gibt es Sushi. Und das war eine Monster Motivation!

Aus diesem Mini-Cut habe ich einiges gelernt. Es war okay mal zu eskalieren, wenn man es früh genug merkt, kann man noch recht schnell zu seiner gewünschten Form zurück. Bei mir war es jetzt beide Male so, dass ich hinsichtlich Rezeptideen während eines Kaloriendefizits viel kreativer war. Das will ich diesmal aber unbedingt beibehalten und nicht in eine Routine fallen. Außerdem ist da diese Wertschätzung gegenüber Essen. Klar ist noch viel von der letzten langen Diät hängen geblieben, aber ich habe irgendwann aufgehört meinen Körper bewusst wahrzunehmen. Ja, ich bin ein Mensch mit viel Appetit, trotzdem kann auch ich innehalten und überlegen, ob ich wirklich noch Hunger habe oder einfach nur weiter essen will, weil ich es kann und Spaß daran hätte.

Meine Wertschätzung gegenüber Essen ist zwar nicht kleiner geworden, aber nach dem Mini-Cut hat sie sich nochmal verstärkt. Mindestens ein Mal am Tag schaue ich mein  Essen an und bin dankbar dafür. Dafür, dass ich im Grunde genommen, einfach alles essen kann was ich will, dafür, dass ich nicht hungern muss und dafür, dass ich weiß, was meinem Körper gut tut.

Kurz nochmal zu meinem Essen während des Mini-Cuts. Ich hab es so gemacht, dass ich zwei Mal am Tag gegessen habe. Eine Kleinigkeit Mittags, meistens Joghurt mit Obst oder etwas Pumpernickel mit einem NAbio-Aufstrich. Abends habe ich dann den Großteil meiner Kalorien gegessen. Diese haben sich aus einer Proteinquelle wie Tofu oder Seitan, Kohlenhydrate in Form von Hülsenfrüchten (die ebenfalls einen ganz guten Proteingehalt haben) und einer Fettquelle meistens Peanutbutter zum Nachtisch zusammengesetzt. Und aus einer Menge Salat. Einer ganzen, riesigen Bowl. Mit einer Zero-Calory-Sauce (Callowfit).

Trainiert habe ich wie gewohnt und mein Training lief, wie gesagt, gut. Als ich dann Samstag wieder auf 2000 Kalorien gegangen bin, habe ich sofort gemerkt wie meine Konzentration wieder besser wurde (ich schreibe zur Zeit eine Hausarbeit) und wie meine Kraft heute beim Training explodiert ist. Mega. Dieses Gefühl beim Training ist unbezahlbar.

Mehr gibt es diese Woche auch nicht zu erzählen, außer vielleicht, dass ich nächste Woche nach Kasachstan fliege. Ich bin so aufgeregt und gespannt darauf wie alles sein wird. Nächsten Montag gibt es noch mal ein ganz normales Aufbau-Wochentagebuch und danach kommt die Kasachstan-Edition.

Ich freue mich darauf und ich freue mich, dass ich die Möglichkeit habe meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Wenn ihr Fragen habt, schreibt es in die Kommentare oder schreibt mir eine DM auf Instagram, ich beantworte alles was ich lese!

Aufbau-Wochentagebuch: Woche 5

Okay Woche 5 ist vorbei. Im Großen und Ganzen lief alles bis zur Woche 4 gut. Es gab ein paar kleine Struggles, aber die waren für mich allesamt gut zu überwinden. Dann kam die fünfte Woche.

Bis Mittwoch war ich noch in Offenburg und dachte mir Montag und Dienstag: „Hey, ich bin nur noch 2 Tage hier, Mittwoch fahre ich schon, ich tracke jetzt nur nach Gefühl und esse so wie ich Lust habe, ich gleiche das alles wieder aus.“ Wie ihr wisst, ich esse gerne, ich kann viel essen und ich esse gerne viel. Dann kam der Mittwoch, der Tag der Abfahrt. Die Bahn hat rumgesponnen und wir wussten vorher schon, dass wir viel länger brauchen werden als sowieso schon. Und es war heiß. Was ich damit sagen will: Eine Situation, die per se nicht schlimm ist, von der ich mich aber habe stressen lassen. Außerdem fiel es mir schwer wegzufahren, weil die Zeit so schön war. Vor der Fahrt habe ich ordentlich gegessen und auf der Fahrt habe ich auch reingehauen. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch: „Ach, das gleiche ich wieder aus. Kein Thema.“ Donnerstag bin ich dann auch mit den Kalorien runter. Viel Schlaf hatte ich nicht, denn Donnerstag früh hieß es ab zum Training und zur Arbeit. Samstag war eine Hochzeit auf die ich eingeladen war und für die ich eine kleine Torte machen wollte. Freitag musste ich viel erledigen, die Torte machen und mir überlegen was ich anziehe. Es wurde extrem spät, gegessen habe ich zwar okay, aber: ich habe eine Torte gemacht. Ich bin einer dieser Menschen, die beim Backen schon die Hälfte des Teigs und der anderen Komponenten „probieren“. Okay wow, noch mehr Kalorien. Nachdem die Torte nachts fertig war, bin ich sehr früh aufgestanden, denn die Hochzeit fand nicht in Berlin statt. Am nächsten morgen hatte ich nach dem stressigen Tag kaum Schlaf und hab so langsam gemerkt: hmm irgendwie habe ich doch viel Wasser gezogen. Und ich kann jetzt schon verraten: es war nicht nur Wasser. Dann kam die Hochzeit und gab dem Ganzen den Rest. Leute es gab Brownies. Während andere Leute irgendwann ein Sättigungsgefühl verspüren, sieht das bei mir eher so aus: Okay, mein Browniemagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Marshmallows essen. Okay, mein Marshmallowmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Kartoffelröstis essen. Okay, mein Kartoffelmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Torte essen. Okay, mein Tortenmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Nachos essen. Und Leute, das endet nicht. Ich bin nicht mal so, dass es in süß und salzig unterteilt ist, sonder ungefähr jedes Lebensmittel einen Extraplatz hat.

Schon abends wurde mir klar: Der eine Donnerstag an dem ich mit den Kalorien runtergegangen bin, wird eine ganze Woche niemals ausgleichen. Und auch der folgende Sonntag nicht. Eine andere Krux an der Geschichte ist auch noch, dass mein Bauch die ganze Zeit über absolut in Ordnung aussah. Mein Serratus war sichtbar, Ansätze von den Abs waren sichtbar und in meiner Wolke dachte ich mir: Wow, geht doch voll! Bis ich dann gecheckt habe, wo sich die ganzen Kalorien gesammelt haben. In meinen Beinen. Was ebenfalls dazu kommt ist, dass ich zwar ein Mal im Gym war während der Zeit und auch Homeworkouts gemacht habe, sogar laufen war. Ich war eben aber nicht jeden Tag im Fitnessstudio und habe kein vernünftiges Krafttraining gemacht. Das bedeutet, mein Verbrauch war auch nicht so hoch wie sonst. Als ich das alles realisiert habe, und da muss ich ehrlich sein, war ich gar nicht glücklich. Ich habe mich sehr gestresst. Mal abgesehen von der Form, mit der ich jetzt nicht mehr zufrieden bin, war ich einfach sauer auf mich, dass das alles so passiert ist. Nein, eben nicht passiert ist, sondern dass ich es so gemacht habe. Einen weiteren Tag später, also heute, hab ich es aber geschafft, wieder positiv zu werden. Vielleicht noch nicht in dem Maße wie ich es gern hätte, aber es geht mir schon viel besser. Das Ding ist auch, natürlich soll man sein Leben genießen und natürlich esse ich auch mal so viel ich will, aber um ehrlich zu sein, weder macht es mich wirklich glücklicher eine Woche lang Binge-Eating zu betreiben, noch braucht es 5 Stücke Torte und ein halbes Blech Brownies. Ob ich ein Stück esse oder mehr, ändert in meiner Glücklichkeitsskala gar nichts. Und damit will ich nicht sagen, dass es bei anderen nicht so sein kann. Wie immer, spreche ich hier über mich und teile meine Erfahrungen. Sie müssen kein bisschen deckungsgleich mit Deinen sein.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich mache jetzt einen Mini-Cut. Meine Kalorien sind drastisch erniedrigt, dafür soll das Ganze aber nicht lange gehen.

Im Nachhinein ist mir klar geworden, dass ich noch viel mehr daran arbeiten muss, mich nicht schnell stressen zu lassen, aber auch das ist Training und ein Prozess. Ich denke viel zu viel über unnötige Dinge nach, deswegen fällt es mir manchmal nicht leicht wieder in meinen positiven Modus zu kommen, wenn ich einmal im Stressmodus bin. Aber ich arbeite daran und das wichtigste ist, dass man nicht aufgibt. Und ich bin froh, dass ich das daraus gelernt habe.