Reisetagebuch: Kasachstan 2

 

Am zweiten Tag in Kasachstan haben wir tagsüber natürlich mit meinen Großeltern und meinem Onkel verbracht. Chai getrunken, gegessen (sehr viel gegessen) geredet und alles was dazu gehört.

 

 

 

 

Nach dem Essen haben wir mit meiner Familie geskyped.

Gegen Abend kam Mamas beste Freundin Ina vorbei und auch das Wiedersehen war sehr emotional. Obwohl es für Mama selbstverständlich viel heftiger ist als für mich, bin ich in solchen Momenten die emotionalste. Die Sache ist, es gibt ein paar Trigger, die mich SOFORT zum Heulen bringen. Und so etwas gehört definitiv dazu. Aber so bin ich nunmal und mittlerweile stört mich das auch nicht mehr. Wobei es Situationen gibt, in denen ich mir denke…Regina…das ist einfach nur übertrieben, reiß dich zusammen. Wie zum Beispiel als mein kleiner Bruder die vierte Klasse abgeschlossen hat und die Kinder seiner Klasse (er nicht) geweint haben. Ich meine, es ist ja nicht mal so, dass ich dort jemanden kannte (außer meinen Bruder). Aber Leute ich musste mich so heftig zusammenreißen. Das ist ein Beispiel für eine Situation, in der eine heulende Regina einfach nicht angebracht ist. Naja, zurück zum Thema. Nachdem wir eine weitere Runde Chai-Trinken abgeschlossen haben, sind wir zum Kok Tobe -> Көктөбе gefahren. Der Көктөбе ist ein 1130 m hoher Berg am Rande Almatys und bedeutet auf kasachisch so viel wie „grüner“ oder „blauer Hügel“. Hier oben ist es wunder wunderschön. Wir waren hier als es dunkel war und die Stadt hat traumhaft geleuchtet.

Auf dem Berg gibt es ein Riesenrad, viele kleine Attraktionen und besonders auffällig fand ich, dass es viele VR-Stände gab. Inmitten unseres Spaziergangs hat uns Ina auf eine Riesenradfahrt eingeladen und ich LIEBE Riesenräder.
Dieser Ort kam mir wirklich vor wie ein Fantasieland. Alles hat geleuchtet, tausend Farben und wir über den Dächern der Stadt. (Ich bekomme gerade einen Ohrwurm von dem Intro der Manga Serie Jeanne die Kamikaze Diebin 😀 meine absolute Lieblingsserie als Kind)
Ich habe den Tag unendlich genossen und werde diesen Ausblick nie vergessen (wie denn auch, hab ein Video davon :D).

Reistagebuch: Kasachstan 1

Bevor ich diesen Blogpost schreibe: DANKE!!! Danke, an jeden einzelnen, der sich gestern mein allererstes YouTube-Video angeschaut hat. Um dieses Video bzw. den Inhalt soll es auch hier heute gehen.

Ich war dieses Jahr zum ersten Mal in Kasachstan und habe dort zum ersten Mal meine Familie getroffen. Meine Mama hat ihre Mama und ihren Bruder 16 Jahren lang nicht mehr gesehen. Ihren Papa seitdem sie in Deutschland ist, also seit 24 Jahren nicht mehr.

Wie ihr euch vorstellen könnt, war die Ankunft in Almaty (Kasachstan) sehr emotional.

Hier ein Bild, damit ihr euch vorstellen könnt, wo Kasachstan ist.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Weltkarte

Und hier ein Bild, damit ihr euch vorstellen könnt wo Almaty ist:

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Un-kazakhstan.png

Der Flug dauerte gerade mal 7 Stunden und hier muss ich auch nochmal Props an Lufthansa rausschicken. Ich bin vorher noch nie mit ihnen geflogen und ich muss sagen, dass der Flug sich für mich schon wie Urlaub angefühlt hat. Mein einziges Problem im Flugzeug war, dass ich nicht einschlafen wollte, weil das nächste Essen dann schon wieder kam. Für mich also purer Luxus. Insgesamt, vom Moment an als ich meine Haustür verlassen habe bis zur Ankunft am Flughafen Almaty, waren wir ca 12 h unterwegs. Auch okay, dafür, dass man dann in Zentralasien ist. An dem Tag habe ich zum ersten Mal gevloggt und hatte den Spaß meins Lebens dabei. Ich bin überglücklich, dass ich das Video jetzt endlich präsentieren konnte.

Der Moment als wir am Flughafen ankamen und meine Mama ihre Mama gesehen hat, war einfach nur überwältigend. Ich  bin eh schon ein sehr emotionaler Mensch, aber diese Situation war wirklich unbeschreiblich. Plötzlich habe ich wieder eine Oma und klar, habe ich oft von meiner Familie in Kasachstan gehört und auch Bilder gesehen. Aber das Ganze live zu erleben war als ob mir jemand immer Märchen erzählt hat, an die ich zwar glaube, die dann plötzlich meine eigene Realität werden. Absolut verrückt.

Wie ihr in dem Video hört, spricht meine Familie dort nur Russisch. Zwar bin ich mit dieser Sprache aufgewachsen und konnte auch nur Russisch bis ich mit 4 Jahren in den Kindergarten kam (bin aber in Deutschland geboren), dummerweise hab ich aber einen Großteil verlernt. Eine Sprache braucht Praxis und die hatte ich nicht mehr. Ich verstehe eigentlich alles, aber sprechen ist eine ganz andere Geschichte. Aber auch das hat dort von Tag zu Tag immer besser geklappt.

Als wir dann bei meiner Oma ankamen gab es Chai (Tee) und Essen. Wir haben uns unterhalten, ich habe meinen Opa (nicht der leibliche Papa von meiner Mama, den habe ich später kennengelernt) und meinen Onkel kennengelernt. An dem Tag war alles noch so surreal wie in einem Traum. Lustig war, dass Niklas ja kein Wort Russisch kann, aber die Verständigung trotzdem super funktioniert hat. Wir blieben noch recht lange wach, logischerweise gab es viel zu erzählen.

Am Mittwoch, kommt der nächste Kasachstan Vlog und der passende Text dazu hier auf meinem Blog. „Regina’s Restart“ erscheint jetzt immer Donnerstags! Und morgen gibt es Rezept für euch!

Der vegetarische Metzger und Ich

Als ich das Schild Der vegetarische Metzger“ zum ersten Mal gelesen habe, passierten zwei Dinge mit mir. Erst fragte ich mich „Was soll das sein? Noch so ein cooles veganes Kreuzberger Hipster Ding?“ und dazu muss ich sagen, zu der Zeit war ich noch davon entfernt Fleisch auch mal durch Alternativen zu ersetzen und war vor allem dem Wort vegan ziemlich abgeneigt. Wer mir nun länger auf Instagram (regina_engelhardt) folgt oder regelmäßig meinen Blog liest, weiß, dass sich das nun stark geändert hat. Hier geht es zu einem Blogbeitrag, der das Ganze gut zusammenfasst und der dir helfen kann, einfach mal mit Dingen, die du dir vornimmst, anzufangen. Das zweite was dann passierte, war dass diese Neugier blieb und ich irgendwann wissen wollte, was dieser Vegetarische Metzger nun sei und ich mir zwei Produkte, nämlich die Burgerpatties und das Teriyaki-Hähnchen kaufte. Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits sehr viele Fleischersatzprodukte probiert und muss sagen, dass mich beides, aber insbesondere der Burgerpatty überzeugt hat. Wie gesagt, ich esse manchmal noch Fleisch und andere tierische Produkte, begrenze das ganze aber stark. Auf jeden Fall weiß ich ganz genau wie Rinderburger schmecken und ich wette, dass es die wenigsten, wenn überhaupt jemand, merken würden, wenn man die Patties einfach tauscht.
Nun war ich gestern im Konzeptstore in Kreuzberg und durfte dort ein paar Sachen probieren. Ich hatte eine Probierplatte mit Curry-Wurst, einem Stückchen Burger, Chili-sin-Carne sowie einem Stückchen Crispy Chicken. Alles vegetarisch versteht sich. Auch die Wurst hat einfach genau wie jede konventionelle Currywurst geschmeckt und besonders begeistert war ich von dem Crispy Chicken. So sehr, dass ich mir sofort einen ganzen Burger nachbestellen musste. Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte schon immer eine Schwäche für Crispy Chicken. Damals als Niklas noch in Bayern gewohnt hat und ich in Paderborn, habe ich mich immer so auf die Zugfahrt gefreut, weil ich mir beim umsteigen Crispy Chicken bei Burger King geholt habe 😀 Deswegen bin ich überglücklich, dass ich nun eine und da muss ich sagen, viel leckerere Variante gefunden habe. Die Produkte vom vegetarischen Metzger kann man sich online bestellen und jedem der mal in Berlin ist würde ich ans Herz legen, die Filiale in Kreuzberg zu besuchen und sich selbst zu überzeugen.

Hier findet ihr die Produkte: http://der-vegetarische-metzger.de/de/produkte/

und hier die Instagramseite: https://www.instagram.com/dervegetarischemetzger/

 

Spooning Cookie Dough Bar – Die große Eröffnung

Es fühlt sich an als wäre eine Lücke gefüllt worden. Und zwar mit Keksteig.

Ich kann immer noch nicht glauben, dass es jetzt für meine Obsession, von der ich dachte, dass ich mit ihr alleine bin, tatsächlich einen eigenen Ort gibt: Die Spooning Cookie Dough Bar.

Wie ihr vielleicht in meinem „Karneval der Kulturen“ Blogbeitrag gelesen habt, habe ich den Keksteig zum Löffeln bereits probiert und war da schon hin und weg. Von dem Stand, von der Idee und vor allem von dem Teig. Und dem Geschmack. Und der Konsistenz.

Und die Sorten! Leute, von denen will ich gar nicht erst anfangen. Doch, will ich ehrlich gesagt schon: „Cookies and Dream“, „Einhornliebe“, „Brownie Peanut Crunch“, „Caramel Overload“, „Nutalie“, „Rocky Road“, „Peanutbutter Jelly Time“ …

Ich verspreche: So wie sie sich anhören, schmecken sie auch. Einfach ein Traum.

Die beiden Besitzer der Spooning Cookie Dough Bar Diana und Conti sind unglaublich sympathisch, herzlich und voll in ihrem Element. Bis zu der Eröffnung der Bar heute, waren und sind sie, seit Februar, auf Streetfood-Märkten unterwegs und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Wer etwas vom himmlischen Keksteig abhaben will, darf nicht bis zum Abend warten. Als Niklas und ich eines Nachmittags bei Streetfood auf Achse in der Kulturbrauerei zum Spooning Cookie Dough Stand schlenderten war alles bereits ausverkauft. Und es war kein schöner sonniger Tag, an dem viele Leute die Kulturbrauerei füllten, sondern ein grauer eher regnerischer . Wie gut muss bitte dieser Teig sein? Dachten wir uns und fragten die beiden, ob sie uns vielleicht einen Löffel aus der Schüssel auskratzen würden. Das taten sie mit Freude und unser erstes Gespräch war bereits total herzlich.

Als dann Karneval der Kulturen war und der Stand direkt vor unserer Haustür, probierten wir endlich jeweils eine Portion. Ich hatte die Sorte „Classic“ und Niklas „Cookies and Dream“, die er auch heute unbedingt wieder haben wollte. Für mich gab es „Brownie Peanut Crunch“ mit einem Nuss-Nougat-Topping mit Mini-Windbeuteln. Muss ich noch mehr dazu sagen? Himmlisch, absolut himmlisch!

Wir waren neugierig und mussten erfahren, wie lange es dauert so ein perfektes Rezept auszutüfteln. Die Antwort? Zwei Jahre für das Grundrezept, so dass es ohne Ei und ohne Backpulver auskommt. Das Mehl wird vorgebacken, dann ist es verträglicher.

Eine ganz besondere Ecke in der Spooning Cookie Dough Bar ist die Kaffee-Ecke. Hier kann man sich an der besten Kaffeefiltermaschine der Welt bedienen. Ich hatte die ein oder andere Tasse und muss sagen, der Kaffee schmeckt hervorragend und ergänzt den Keksteig perfekt.

Die Bar ist, wie ihr in den Bildern auch schon längst sehen könnt, wunderschön eingerichtet. Sie ist rosa und an den Stil amerikanischer Küchen angelehnt, die von der Kaffee-Selbstbedienungs-Ecke super abgerundet wird. Man spürt einfach sofort, wenn man den Laden betritt…nein eigentlich vorher schon, nämlich wenn man das Gerüst vor dem Laden sieht und es aber nicht als solches wahrnimmt, mit wie viel Liebe und Herzblut die Bar geführt wird.

Nichtmal eine Woche vor der großen Eröffnung passierte es. An der Dachgeschosswohnung muss gebaut werden, also wird ein Gerüst davor gestellt. Keine erfreuliche Tatsache, aber was Diana und Conti daraus gemacht haben, ist einfach nur bewundernswert. Sie drehen den Spieß um und nutzen es für sich, sehen es als Ladenerweiterung. Das Gerüst ist im Spooning-Stil dekoriert und dient als Überdachung für die Plätze draußen. Ich find’s genial und es war sehr angenehm dort zu sitzen.

Meine zweite Sorte war „Peanutbutter Jelly Time“ mit einer Salted-Carmel-Sauce und Niklas’ war „Nutalie“ mit karamellisierten Walnüssen und der Black-Cookie-Creme als Topping. Beides zum Reinlegen. Und nein, das war noch nicht alles, wir konnten es uns nicht nehmen lassen, einen Cookie-Dough-Cake-Pop, einen Cookie-Dough-Brownie und einen Cookie-Dough-Macaron zu probieren.

Also wenn ihr nicht spätestens jetzt googelt wie ihr zu Spooning kommt, dann weiß ich auch nicht. Ich würde mir so etwas leckeres nicht entgehen lassen und ich werde definitiv oft in der Cookie Dough Bar zu finden sein.

Jetzt bleibt mir nur zu sagen, #forgetyourdiet oder fitte es in deine Makros so wie ich und der Aufbau kann kommen!

https://www.instagram.com/spooningcookiedough

http://i-love-spooning.de

Meine Tage in Manchester

Meine beste Freundin Lena hatte letzten Freitag ihre Graduation Feier. Sie hat drei Jahre an der Manchester Metropolitan University Psychologie und Schauspiel studiert und mit einer „First“ abgeschlossen. Als ich dachte stolzer kann ich nicht sein, erzählt sie mir plötzlich, dass sie an der Mountview Academy of Theatre Arts aufgenommen wurde und dort ihren Master in London machen wird. Das ist so ungefähr das Oxford des Schauspiels. Der absolute Wahnsinn was meine Lena so drauf hat!

Als ich in England ankam musste ich erstmal kurz mit dem Kulturschock klarkommen. Das geht so rum immer recht schnell, denn die Engländer sind so unglaublich nett, zuvorkommend und höflich. Ich war bis jetzt insgesamt drei Mal in England und muss sagen, das ist kein Klischee, das ist die Realität. Man wird permanent angelächelt, sieht man sich fragend um, dauert es keine zwei Minuten bis jemand fragt, ob er dir helfen kann. Personen im öffentlichen Dienst fragen wie es dir geht und ständig entschuldigen sich Leute dafür, dass sie dich fast angerempelt haben. Das ging so weit, dass sich jemand entschuldigt hat, als er mir im Supermarkt entgegen kam, was mich kurz sehr stark verwirrte.

Aber ganz ehrlich? Daran gewöhnte ich mich sehr schnell und meiner Meinung nach steigert dieser freundlicher Umgang die Lebensqualität enorm.

Lena wohnt bzw wohnte (sie zieht gerade nach London) in Crewe. Crewe ist ein kleiner Ort in Cheshire 45 km von Manchester entfernt.

Am ersten Tag gingen wir zu Whetherspoon, einem absoluten Muss für mich, wenn ich in England bin. Whetherspoon ist eine Pub-Kette, die ihre Lokale oft in historischen Gebäuden platziert, was jedem Pub einen ganz eigenen Charme verleiht.

Das Essen ist dort sehr günstig und die Portionen üppig. Ich hatte den Tennessee Burger mit Pommes und Onionrings.

Was sehr sehr praktisch ist, ist dass die Kalorien immer dabei stehen und man das Meal sehr gut tracken kann. Super lecker, vor allem weil ich ein großer Fan von Whiskey-Soßen bin und der Burger mit Jack Daniel’s Tennessee Honey zubereitet wird. Yum.

Am nächsten Morgen ging es dann nach Manchester, wo wir uns auf die Suche nach Kaffee begaben. Den gab es dann im Costa Coffee, einer in London gegründeten Kaffeehaus-Kette.

Der American ist top und Lena und ich teilten uns ein Shortbread mit Karamell oben drauf. Wenn ich gerade daran denke wünschte ich, ich könnte ihn jetzt in diesem Moment wieder essen…

Den Tag verbrachten wir damit durch die Straßen Manchesters zu laufen und einfach die Atmosphäre der Stadt einzufangen.

Abends ging es dann zu V-Rev Vegan Diner. Einem veganen Burgerladen im Northern Quarter, was als das Kreuzberg Manchesters gilt.

Das Personal im Diner war sehr freundlich und das Ambiente war ebenfalls toll. Was das ganze für uns zu einem Erlebnis gemach hat, war die Musik. Es liefen ununterbrochen Lieblingslieder aus unseren Teenagerzeiten, die viele Erinnerungen hervorriefen, was an einem Tag mit meiner besten Freundin einfach genial war.

Die Burger waren absolute spitze. Ich hatte den „BBQ Without U“. Die Patties werden aus Seitan hergestellt, auf Wunsch gibt es auch eine glutenfreie Variante. Ich persönlich mache sehr viel mit Seitan-Basis, hatte aber noch nicht die Motivation es herzhaft zuzubereiten. Seit dem Besuch bei V-Rev hat sich das geändert. Das Patty hat so gut geschmeckt und die Konsistenz war einfach perfekt!

Lena hatte den „Jerry Zinger“. Auch mega lecker! Ich kann jedem empfehlen den Laden mal auszuprobieren,  wenn man in Manchester ist!

Die Graduation-Feier am nächsten Tag war wirklich wunderschön. Kann man nicht im Geringsten mit dem Bachelorabschluss in Deutschland vergleichen. Es war total emotional und jeder Student wurde gebührend beglückwünscht . Ich persönlich weiß nicht mal mehr ob ich mein Bachelor-Zeugnis abgeholt oder zugeschickt bekommen habe.

Abends waren wir im Jamie’s Italian, was für mich als Jamie Oliver Fan fast schon aufregend war.

Probiert habe ich die Oxtail Lasagne. Und Leute: Überragend. Einfach auf den Punkt. Als Beilage gab es die Crispy Polenta Chips. Traumhaft. Und das obwohl ich eigentlich kein Polenta-Fan bin. So crispy und crunchy, yummy!

Die Location ist wunderschön und das Gebäude wird auch „King of King Street“ genannt. Früher mal hat es als Bank fungiert und das sieht man auch heute noch.

Wenn ich Lena dann in London besuche, werde ich dort den Jamie’s Italian auf jeden Fall auch ausprobieren.

Am letzen Tag waren bei Nando’s, einer südafrikanischen Schnellrestaurantkette, bei der es extrem leckeres Hähnchen gibt. Den Schärfegrad kann man sich aussuchen und fast spektakulärer als das Hähnchen sind die Saucen. Ich werde auf jeden Fall noch recherchieren, wo ich die Saucen in Deutschland herbekommen kann.

In den fünf Tagen war ich ein mal trainieren, mehr habe ich zeitlich nicht hinbekommen. Da es in Crewe nicht viele Gyms gibt und noch weniger, die ein Gratis-Probetraining anbieten, bin ich dann auch gute 50 Minuten gegangen. Mit den Öffis hätte es 45 gedauert und ein Fahrrad stand mir leider auch nicht zur Verfügung. Jap 50 Minuten, jeweils Hin und Zurück. War im Anbetracht der wahrscheinlich doch etwas mehr Kalorien als normal aber auch ganz gut so. Bei meinem nächsten Trip werde ich das alles trotzdem besser durchplanen und anders handhaben.

Als ich meine Rückreise antrat und irgendwann vor dem Flugzeug stand, musste ich schon wieder an die deutsche Mentalität gewöhnt werden, bevor ich überhaupt im Land war. Wir standen also alle vor der Tür die zum Flugplatz führt und das Mädchen vor mir sagt: „Ich finde es total bescheuert, dass man mit dem Bus zum Flugzeug gefahren wird. Ich verstehe nicht, was das soll, die können doch auch einen Weg absperren und wir gehen einfach. Ist nur meine Meinung, aber ich finde das echt scheiße.“ Und Leute ratet was passierte. Wir SIND zum Flugzeug gegangen. Es nicht ein mal eingetreten, dass wir mit dem Bus abgeholt wurden… Ich persönlich verstehe diese Nörgel-Mentalität nicht. Soll wohl auch ein Gefühl von Gruppenzugehörigkeit schaffen. Naja, ich kann dem nichts abgewinnen und habe mir zur Aufgabe gemacht, Höflichkeit und ein nettes Miteinander überall dort zu verbreiten wo es nur geht.

Hier übrigens meine Alltime Favourites: Scones und Crumpets <3

Links:

https://www.jdwetherspoon.com
http://www.costa.co.uk
http://vrevmcr.co.uk
https://www.jamieoliver.com/italian/restaurants/manchester/

 

All you need is PHO!

Lange mussten wir nicht fahren. Zentral gelegen am Oranienburger Tor ist die PHO-Noodlebar für Berliner als auch für Touristen super zu erreichen. Direkt um die Ecke sieht man bereits den leuchtenden Schriftzug PHO.

„Pho“ ist der Name der traditionellen vietnamesischen Suppe mit Reisbandnudeln. Die beiden Restaurantbetreiber Lani und ihr Mann Khanh sind zwar in Deutschland aufgewachsen, aber in Hanoi geboren, weshalb das Pho auf hanoitypische Weise zubereitet wird. Die Brühe ist klarer als die der Saigon-Variante und das eigene Rezept der PHO-Noodlebar zeichnet sich durch eine sehr starke Intensität aus . Sie zieht länger als 9 Stunden. Als Beilage bekommt man ein Schälchen mit frischen Sojasprossen, Limette und Chilis.

Als wir in die PHO-Noodlebar traten wurden wir sofort sehr herzlich begrüßt. Die gesamte Atmosphäre ist so einladend, man fühlt sich nach Sekunden unglaublich wohl.

Das Restaurant schafft es sich über Klischees hinwegzusetzen und ein authentisch-modernes Ambiente zu kreieren. Die Dekoration fällt sofort ins Auge, überall wo man hinsieht findet man kleine Details, die sich zu einem stimmigen Gesamtbild fügen.

 

 

 

Als Lani erzählte, dass die Vintage-Stücke alle von ihrem Cousin, einem leidenschaftlichen Sammler aus Saigon, stammen, wird einem klar warum die PHO-Noodlebar eine so starke Ausstrahlung hat: Nichts wird hier dem Zufall überlassen, alles passiert mit Liebe und Passion.

Das wohl wichtigste und auffälligste ist die offene Nudelbar, die laut Lani genau nach vietnamesischem Vorbild konzipiert wurde. Hier werden die Nudeln frisch und vor den Augen der Besucher zubereitet.

Die Nudelbar gilt es mit der Küche zu koordinieren, wo ebenfalls alles frisch und hausgemacht gekocht wird. Hier ist der Einsatzbereich von Khanh, der schon 17 Jahre Erfahrung in der Gastronomie sammeln konnte, sowohl in Deutschland als auch in Vietnam. Lani hat BWL in Hamburg studiert und bringt das Wissen wunderbar im Restaurant ein. Zudem koordiniert sie den Service und nimmt sich Zeit für jeden Gast. Die beiden ergänzen sich perfekt!

Aber jetzt zum Essen. Und ich kann vorwegnehmen: Es ist traumhaft, einfach pholicious!

Die Tageskarte wechselt täglich und wir hatten das große Glück, dass es „No Rice“ gab als wir bei PHO waren. Lani schwärmte von dem Glasnudel-Gericht und sagte, dass sich alle Mitarbeiter freuen, wenn dieses auf der Karte steht. Und in der Tat: es ist ein Traum. Ich bestellte es mir mit karamellisierten Entenbruststreifen, wahlweise auch mit Garnelen und Tofu möglich.

Niklas hatte das „Cari Tom“: Ein Reisgericht mit Curry, Kokosnussmilch, Mango, Gemüse, Kräutern und Garnelen.

 

Beides war so unglaublich lecker und schaut es euch mal an, kann Essen hübscher aussehen?

Vorweg gab es für uns noch zwei Vorspeisen:

„Sate Ga“, das sind Satespieße aus Hähnchenfleisch mit Satesoße sowie „Banh Gio“: Reisdumplings, gefüllt mit Schweinefleisch. Hierbei handelt es sich um eine traditionelle Speise, die sehr „original vietnamesisch“ schmeckt und laut Lani, nicht jedermanns Sache sei. Da musste ich sofort zuschlagen, ich liebe ungewöhnliche Geschmackserlebnisse und vor allem liebe ich es Neues auszuprobieren. Und ich muss sagen, ich habe sie geliebt. In der Tat nichts woran mein Gaumen gewöhnt ist, aber einzigartig lecker.

Zum Essen tranken wir hausgemachte Limonade. Ich hatte „Ginger Apple“ und Niklas „Lemongrass Iced Tea“. Beide Getränke absolut erfrischend und die Apfelstückchen in meinem Ginger Apple waren so saftig. Ja ich bin auf jeden Fall ein Deko-Esser-Typ. Auf meinem Teller hat noch kein Salatblatt zurück in die Küche gefunden.

Dann kommt mein Lieblingsteil: der Nachtisch. Spaß, eigentlich habe ich keinen Lieblingsgang, weil alles viel zu lecker war. Ebenso diese Dumplings und der Banana Cake. Die Dumplings waren mit roten Bohnen gefüllt und der Banana Cake mit Taro. Taro ist eine Art lila Süßkartoffel. Beides schmeckt überragend und um so mehr haben wir uns gefreut als plötzlich noch eine Portion Dumplings auf unserem Tisch stand.

Das könnte es gewesen sein, aber nein es folgten noch zwei weitere Highlights:

Eine Trinkkokosnuss mit Minze und ein vietnamesischer Kaffee, welcher ein ganzes Erlebnis war. Wer sich meine Instastories anschaut, hat es bereits gesehen. Der Kaffee muss ersteinmal durchlaufen – in Vietnam nimmt man sich Zeit und genießt seinen Kaffee in vollen Zügen – nach dem Durchlaufen mischt man ihn mit der süßen Kondensmilch, die sich am Boden befindet. Und Leute, das ist so dermaßen lecker. Ich bin froh, dass die Pho-Noodlebar nur wenige Minuten von meiner Uni entfernt ist. Ich weiß, wo ich ab jetzt meinen Kaffee trinke und auch mal zu Mittag esse! Zur Kokosnuss brauche ich nichts sagen, einfach nur köstlich.

Also Leute, meine wärmste Empfehlung: Geht zu Pho-Noodlebar. Wenn ihr in Berlin seid, lasst euch das nicht entgehen. Hier stimmt einfach alles. Das Ambiente, die Menschen, das Essen. Ohne Ausnahme.

 

 

 

 

 

http://pho.berlin

https://www.instagram.com/pho.noodlebar/

Yoga direkt am Wasser, mitten in Berlin

Yoga gehört neben dem Kraftsport definitiv zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Das zu vereinen ist nicht einfach, aber ich arbeite dran. Letzten Donnerstag war ich morgens beim Yoga im Badeschiff. Und Leute, nach so einem Tag fühlt ihr euch wie nach einer Woche Urlaub.

Das Badeschiff ist ein Freibad direkt an der Spree auf dem Arena Berlin Gelände. Der Pool ist quasi im Fluss und die Aussicht ist wunderschön.

Und das macht die Yoga-Praxis zu etwas ganz besonderem.

Unterrichtet hat die liebe Manuela Rüegg. Sie leitet die Kurse im Badeschiff seit letzter Saison, 2016.

Wie sie ihren Stil beschreiben würde?

„Ich unterrichte in einem dynamischen Stil, Vinyasa Flow Yoga. In meinen Kursen achte ich immer auf die Teilnehmer, es soll eine positive Energie der Herausforderung entstehen, die Freude spielerisch Neues auszuprobieren und die eigenen Grenzen auszuloten.“

Anfänger können ohne Probleme einsteigen und es werden Alternativpositionen für Fortgeschrittene angeboten. Sie weiß ganz genau welche Kleinigkeiten sie jeweils korrigieren muss, um einen großen Effekt zu erzielen. Ich persönlich hatte einen wundervollen Moment als wir die Krähe (Bakasana) gemacht haben. Das habe ich schon einige Male probiert, aber wirklich abgehoben bin ich dabei noch nie. Und dann sagt sie „Schaut nach vorne, nicht runter“ und was passiert? Ich hebe ab! Sowas ist einfach so ein geniales Gefühl. Eine ähnliche Erfahrung hatte ich mal mit der King-Pigeon Pose (Rajakapotasana).

Meine Füße von oben zu berühren erschien mir absolut unmöglich, ich dachte meine physiologische Konstitution ist einfach noch nicht so weit. Dann habe ich von einem Trick gehört, nämlich den Fuß von der Seite zu nehmen und den Arm nach oben auszudrehen. Und Zack, ich sitze in der Pose, die ich an diesem Zeitpunkt für unmöglich gehalten habe.

Und das ist eines der Dinge, die ich an Yoga liebe. Die Momente, die dir zeigen, dass du falsch lagst. Und viel mehr möglich ist, als du dir vorstellen kannst. Es war ja nicht mal ein Umweg mit dem ich ans Ziel gekommen bin. Es war eine minimale Veränderung, die einen maximalen Erfolg herbeiführte. An dieser Stelle aber kurz der Hinweis, dass ich Umwege liebe. Oft sind es einfach nur andere Pfade, die man einschlägt als erwartet und deswegen ist man irritiert und betitelt sie als Umwege. Obwohl es so genau richtig ist. Ich bin selbst ein sehr kritischer Mensch, aber manchmal sollte man vermeintliche Rationalität beiseite legen und ein bisschen Vertrauen haben.  Klar sind das Dinge, die man schon tausend mal gehört hat, aber oft denkt man, dass man nach gewissen Maßstäben lebt ohne zu überprüfen, ob man es wirklich tut. Ich kann immer nur für Praxis plädieren, egal in welcher Hinsicht.

Dass einem Dinge klar werden ist eine Sache, dass man sich Dinge wiederholt bewusst macht eine ganz andere.

Die Yoga-Praxis im Badeschiff hat mir dies erneut gezeigt. Hinzu kommt die Umgebung, die auf jeden Teilnehmer einwirkt. Ich habe Manuela gefragt was sie dazu sagt. „Am Badeschiff finde ich es eine wundervolle Situation in Verbundenheit mit der Natur, dem Wind, des Wassers, der frischen Luft und der Sonne Yoga zu praktizieren. Das Yoga findet aber nicht in Abgeschiedenheit statt, sodass wir den Bezug zur Realität nicht aus den Augen verlieren.“

Sehr schön gesagt und genau so habe ich es auch empfunden.

Und nach der Praxis in den Pool zu springen ist einfach so befreiend.  Und danach den ganzen Tag in der Sonne zu liegen ein purer Luxus.

Links:

http://standupclub.de/yoga-am-badeschiff/

www.yogiberlin.de

http://www.arena.berlin/veranstaltungsort/badeschiff/

Karneval der Kulturen 2017

4 Tage, 300 Stände und Foodtrucks und ich im 7ten Himmel. Begleitet von mal besserer, mal schlechterer Musik und das alles vor meiner Haustür.

Der Karneval der Kulturen findet immer an Pfingsten in Kreuzberg statt und ich war dieses Jahr zum ersten Mal so richtig dabei. Letztes Jahr hab ich hier zwar schon gewohnt, aber hab es nicht halb so sehr ausgenutzt wie diesmal.

Und mit ausgenutzt meine ich gegessen. Leute diese Vielfalt und Kreativität, ich liebe es.

Das erste was ich probiert habe, waren Acarajés, ein Streetfood Gericht aus dem Nordosten Brasiliens. Diese wurden vom Forum Brasil, einer Non-Profit Organisation zubereitet. Das deutsch-brasilianische Kultur- und Sozialzentrum befindet sich in Kreuzberg und bietet regelmäßig Workshops rund um die brasilianische Kultur an.

Die Hauptzutat der Acajarés sind geschälte und gemahlene Augenbohnen, die zu einem Teig verarbeitet und zu Kugeln geformt werden. Gefüllt sind sie mit einer Würzpaste namens Vatapá, Vinaigrette und getrockneten Garnelen.

Das ganze ist unglaublich lecker und am liebsten hätte ich 10 von diesen Dingern verdrückt!

Der nächste Stand, der meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat war der Foodtruck von Gorilla Barbecue, der (wie der Name schon fast vermuten lässt) einen Gorilla in seinem Logo hat. Und Leute ich liebe Affen. Am liebsten hätte ich selbst einen. Ich wette Milo würde sich auch freuen. Okay, zurück zu dem Foodtruck. Er bietet laut seinem eigenen Flyer „die BESTEN Burger von Berlin mit Rindfleisch von ausgesuchten Bauernhöfen.“ an. Und ich muss sagen: Er war definitiv einer der besten Burger, die ich bis jetzt gegessen habe. Das Rindfleisch war unglaublich zart und das beste daran waren die Whiskey Zwiebeln, die dem ganzen einen grandiosen Geschmack gegeben haben. Das Brot war von der Konsistenz nicht kross, was ich wiederum ebenfalls liebe, denn ich LIEBE matschiges Essen.

Besonders gut fand ich außerdem, dass es wirklich nicht schwer war, herauszufinden, welches Fleisch verwendet wird, denn auch dazu lagen Flyer aus.

„In Irland stehen die Rinder dort, wo sie hingehören: auf der Weide. Dank des milden Klimas können sich die Tiere bis zu zehn Monate im Jahr an dem üppigen Gras gütlich tun. Und das von Geburt an, denn schon die Kälber dürfen zusammen mit ihren Müttern auf die Weide.“ (Flyer)

Das hört sich toll an und ich wünschte es würde allen Tieren so gehen. Auch das Fleisch ein Qualitätssiegel von Bord Bia, dem Irish Food Board. Zwar muss man bei Siegeln immer vorsichtig sein, denn ein Siegel sagt erst einmal nichts aus und suggeriert oft Dinge, die weit entfernt von der Realität sind. Meiner Recherche nach, handelt es sich hier aber wirklich um ein ordentliches, aber das kann man sicherlich auch noch viel genauer überprüfen.

Der Burger von Gorilla Barbecue ist auf jeden Fall eine dicke Empfehlung von mir!

 

Nach dem Burger probierten mein Freund und ich mexikanische Flautas und Tamales von Mayahuel. Benannt nach einer aztekischen Göttin, der Göttin der Agaven und Pulque, bietet der Stand Tequila-Verkostungen und weitere mexikanische Spezialitäten an.

Tamales sind ein Gericht, das eine lange Tradition hat und heutzutage in Mexiko oft auf der Straße als typisches Frühstücksgericht angeboten wird. Die Basis bildet ein Maisteig, der mit wahlweise Truthahnfleisch, Hähnchenfleisch oder Käse und Champignons gefüllt wird.

Für mich war es ein sehr ungewohntes Geschmackserlebnis, da ich bis jetzt nicht so oft mit Maismehl oder ähnlichem in Kontakt gekommen bin. Es war auf jeden Fall superlecker und noch leckerer waren die Flautas. Hier handelt es sich um frittierte und gerollte Maistortillas, die entweder mit Hähnchen, Hackfleisch, Champignons oder Shrimps gefüllt werden. Total knusprig die Dinger und einfach ein Genuss!

Zum Nachtisch gab es an dem Tag klassische Quarkbällchen wie sie auf jeder Kirmes zu finden sind.

Der zweite Tag begann mit einem Fleischspieß von Carne Corazón, an dem es nichts zu meckern gibt. Super gewürzt, das Fleisch ist auf den Punkt gegrillt, top. Leider habe ich es nicht geschafft, den Stand im Internet zu finden. Ich werde auf jeden Fall alle Stände über die ich berichte unten verlinken und wenn ich wie in diesem Fall kein Glück bei der Suche nach dem Link hatte, freue ich mich, wenn ihr Bescheid sagt, solltet ihr da erfolgreicher sein.

Was ich aber habe ist ein Foto von dem Spieß und von dem Stand.

Weiter ging es mit dem einem Superfood Sandwich von Falafel Salam.

Der Stand hat es mir auf jeden Fall angetan, denn ich war an 3 von 4 Tagen dort. Am ersten habe ich die Baklava… oh achja, das gab es am ersten Tag auch noch…also Baklava gegessen, die nicht zu süß und einfach nur perfekt war. Am zweiten Tag gab es das Superfood Sandwich. Hier hatte man selbst die Möglichkeit es sich zusammen zu stellen:

Ich hatte die Variante Halloumi Käse + Hommus-Granatapfel-Kerne. Und es war grandios. Ich liebe Kombinationen von salzig und süß und vor allem von Käse und fruchtig und Halloumi liebe ich sowieso über alles.

Was ich noch probiert habe, war das Dattelgebäck und ich muss sagen, es hat mich an irgendein russisches Gebäck erinnert, mir fällt aber nicht ein welches…

Falafel Salam: Definitiv einer meiner Highlights des Karnevals.

Was ich tatsächlich in der Form auch zum ersten Mal probiert habe waren Langos.

Das ist ein runder, frittierter Hefeteig, der  traditionell mit Knoblauchöl und Sauerrahm belegt ist. Ich hatte eine Hawaii Variante mit Schinken, Käse und Ananas.

Absolut lecker und ich hatte sofort heimische Gefühle, weil meine Kindheit unter anderem geprägt von Russischer Küche ist und Langos erinnern mich krass daran.

Der Nachtisch des Tages war ein frittiertes Snickers. Ja ganz genau. Das Stickers ist von einem Teig ummantelt und komplett geschmolzen, was einfach nur heaven ist.

Das gab es am Stand von der Berlin Burrito Company.

Und ich muss sagen, ich wollte eigentlich noch unbedingt einen Burrito probieren, war aber viel zu satt. Das werde ich aber so bald es geht nachholen und der lieben Burrito Company einen Besuch abstatten.

Der letzte Tag war sehr von süßen Speisen geprägt, los ging es mit dem erwähnten Dattelgebäck von Fallapfel Salam und danach hatte ich einen altböhmischen Kuchen von dem Feuerkringel Stand, der mit unglaublich viel Liebe zum Detail gestaltet war.

„Der Teig wird auf einer Walze gewickelt, gebacken, karamellisiert und anschließend in Mandeln und Vanille gewälzt. Hier entfaltet sich ein anziehender Duft.“ (Homepage von Feuerkringel) Und ja das stimmt. Diese Kuchen riechen so dermaßen lecker, dass ich am liebsten gar nicht von dem Stand weggegangen wäre. Und sie schmecken auch noch genau wie sie riechen. Fabelhaft!

Ein weiteres Highlight waren die KDogX Koreanstyle Hotdogs.

Der Hotdogbun ist schwarz und mit Kimchi gefüllt. Kimchi gehörte in meiner Kindheit definitiv zu den Grundnahrungsmitteln unserer Küche, denn die beste Freundin meiner Mama ist Koreanerin. Zumindest denke ich, dass es daran liegt, das wir das immer zu hause haben. Es kann auch daran liegen, dass es an den unzähligen Einflüssen liegt, die meine Eltern in Kasachstan mitbekommen haben, denn dort sind sie aufgewachsen. Aber das werde ich dieses Jahr herausfinden, da ich zum ersten Mal nach Kasachstan fliege und dort endlich meine Großeltern kennenlerne.

Auf jeden Fall, ist es für mich sehr interessant und irgendwie lustig zu sehen wie sich Kimchi, was übrigens auf koreanische Art eingelegter Kohl ist, zum Trendfood hier in Berlin aufgestiegen ist und einen ziemlichen Hype genießt. Aber hey, zurecht, es ist einfach lecker man.

Abgerundet wurde der Tag von Churros, zu denen ich nicht viel sagen kann, außer dass diese Dinge viel zu lecker schmecken.

Der letzte Tag wurde mit Keksteig zum Löffeln von Spooning eingeläutet.

Der Teig enthält keine Eier und das Mehl ist wärmebehandelt, weswegen man sich keine Sorgen um Bauchschmerzen oder ähnliches machen muss. Am liebsten hätte ich einen ganzen Eimer davon gegessen, aber es gibt Grenzen. Ich weiß noch wie ich als Kind, als meine Eltern mal nicht zu hause waren, in die Küche gerannt bin und mir rohen Keksteig zusammengemischt habe und ihn zum Fernsehen gegessen habe. Such a rebel, Regina.

Bald gibt es sogar einen Laden von Spooning Cookie Dough und da freue ich mich unglaublich drauf!

Das letzte was ich gegessen habe, war ein Mini Jackfruit Burger. Das lustige daran:  Es war ein Thunfischburger.

Zwar habe ich schon mal Jackfruit gegessen und wusste, dass es sehr fleischig schmecken kann, aber sofort gecheckt habe ich es trotzdem nicht. Ich dachte mir so „Hm ja schmeckt echt nicht nach einer Frucht“ und mein Freund so „Interessant schmeckt ein bisschen nach Fisch“ Bis wir dann auf die Karte geguckt haben und gesehen haben, dass es eingelegte Gurken nur auf dem Thunfischburger gibt. Daran sieht man wie manipulierbar Geschmack eigentlich ist!

Übrigens hat uns die liebe Frau vom Rockandroll Food einen neuen Burger, dann wirklich mit Jackfruit gegeben.

Was ich außerdem sehr süß fand, war dass Koawach ihre neuen Schokodrinks verteilt hat. Hat mir so gut geschmeckt, dass ich mir ein Päckchen von dem Pulver gekauft habe. Und außerdem liebe ich das Logo, denn es ist ein Affe drauf.

Das Highlight des Karnevals ist der Umzug, der immer sonntags stattfindet. Leider habe ich nicht so viel davon mitbekommen, weil ich um die Zeit trainieren war und es nicht anders timen konnte.

Auf jeden Fall kann ich jedem, der an Pfingsten in Berlin ist, empfehlen mal einen Abstecher auf den Karneval der Kulturen zu machen. Guten Appetit!

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