Aufbau-Wochentagebuch: Woche 7

So Leute, eigentlich bin ich gerade viel zu aufgeregt um mein Tagebuch hier zu schreiben, aber ich schaue mal was ich zustande bringe.

Die letzte Woche war eine Menge los. Meine Brüder und Saskia (Arturs Freundin und meine neue Schwester) waren bei mir in Berlin und jetzt bin ich in Paderborn bei meiner Familie, morgen geht’s für meine Mama, Niklas und mich nach Kasachstan.
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Aufbau-Wochentagebuch: Woche 5

Okay Woche 5 ist vorbei. Im Großen und Ganzen lief alles bis zur Woche 4 gut. Es gab ein paar kleine Struggles, aber die waren für mich allesamt gut zu überwinden. Dann kam die fünfte Woche.

Bis Mittwoch war ich noch in Offenburg und dachte mir Montag und Dienstag: „Hey, ich bin nur noch 2 Tage hier, Mittwoch fahre ich schon, ich tracke jetzt nur nach Gefühl und esse so wie ich Lust habe, ich gleiche das alles wieder aus.“ Wie ihr wisst, ich esse gerne, ich kann viel essen und ich esse gerne viel. Dann kam der Mittwoch, der Tag der Abfahrt. Die Bahn hat rumgesponnen und wir wussten vorher schon, dass wir viel länger brauchen werden als sowieso schon. Und es war heiß. Was ich damit sagen will: Eine Situation, die per se nicht schlimm ist, von der ich mich aber habe stressen lassen. Außerdem fiel es mir schwer wegzufahren, weil die Zeit so schön war. Vor der Fahrt habe ich ordentlich gegessen und auf der Fahrt habe ich auch reingehauen. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch: „Ach, das gleiche ich wieder aus. Kein Thema.“ Donnerstag bin ich dann auch mit den Kalorien runter. Viel Schlaf hatte ich nicht, denn Donnerstag früh hieß es ab zum Training und zur Arbeit. Samstag war eine Hochzeit auf die ich eingeladen war und für die ich eine kleine Torte machen wollte. Freitag musste ich viel erledigen, die Torte machen und mir überlegen was ich anziehe. Es wurde extrem spät, gegessen habe ich zwar okay, aber: ich habe eine Torte gemacht. Ich bin einer dieser Menschen, die beim Backen schon die Hälfte des Teigs und der anderen Komponenten „probieren“. Okay wow, noch mehr Kalorien. Nachdem die Torte nachts fertig war, bin ich sehr früh aufgestanden, denn die Hochzeit fand nicht in Berlin statt. Am nächsten morgen hatte ich nach dem stressigen Tag kaum Schlaf und hab so langsam gemerkt: hmm irgendwie habe ich doch viel Wasser gezogen. Und ich kann jetzt schon verraten: es war nicht nur Wasser. Dann kam die Hochzeit und gab dem Ganzen den Rest. Leute es gab Brownies. Während andere Leute irgendwann ein Sättigungsgefühl verspüren, sieht das bei mir eher so aus: Okay, mein Browniemagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Marshmallows essen. Okay, mein Marshmallowmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Kartoffelröstis essen. Okay, mein Kartoffelmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Torte essen. Okay, mein Tortenmagen ist voll, jetzt kann ich immer noch Nachos essen. Und Leute, das endet nicht. Ich bin nicht mal so, dass es in süß und salzig unterteilt ist, sonder ungefähr jedes Lebensmittel einen Extraplatz hat.

Schon abends wurde mir klar: Der eine Donnerstag an dem ich mit den Kalorien runtergegangen bin, wird eine ganze Woche niemals ausgleichen. Und auch der folgende Sonntag nicht. Eine andere Krux an der Geschichte ist auch noch, dass mein Bauch die ganze Zeit über absolut in Ordnung aussah. Mein Serratus war sichtbar, Ansätze von den Abs waren sichtbar und in meiner Wolke dachte ich mir: Wow, geht doch voll! Bis ich dann gecheckt habe, wo sich die ganzen Kalorien gesammelt haben. In meinen Beinen. Was ebenfalls dazu kommt ist, dass ich zwar ein Mal im Gym war während der Zeit und auch Homeworkouts gemacht habe, sogar laufen war. Ich war eben aber nicht jeden Tag im Fitnessstudio und habe kein vernünftiges Krafttraining gemacht. Das bedeutet, mein Verbrauch war auch nicht so hoch wie sonst. Als ich das alles realisiert habe, und da muss ich ehrlich sein, war ich gar nicht glücklich. Ich habe mich sehr gestresst. Mal abgesehen von der Form, mit der ich jetzt nicht mehr zufrieden bin, war ich einfach sauer auf mich, dass das alles so passiert ist. Nein, eben nicht passiert ist, sondern dass ich es so gemacht habe. Einen weiteren Tag später, also heute, hab ich es aber geschafft, wieder positiv zu werden. Vielleicht noch nicht in dem Maße wie ich es gern hätte, aber es geht mir schon viel besser. Das Ding ist auch, natürlich soll man sein Leben genießen und natürlich esse ich auch mal so viel ich will, aber um ehrlich zu sein, weder macht es mich wirklich glücklicher eine Woche lang Binge-Eating zu betreiben, noch braucht es 5 Stücke Torte und ein halbes Blech Brownies. Ob ich ein Stück esse oder mehr, ändert in meiner Glücklichkeitsskala gar nichts. Und damit will ich nicht sagen, dass es bei anderen nicht so sein kann. Wie immer, spreche ich hier über mich und teile meine Erfahrungen. Sie müssen kein bisschen deckungsgleich mit Deinen sein.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich mache jetzt einen Mini-Cut. Meine Kalorien sind drastisch erniedrigt, dafür soll das Ganze aber nicht lange gehen.

Im Nachhinein ist mir klar geworden, dass ich noch viel mehr daran arbeiten muss, mich nicht schnell stressen zu lassen, aber auch das ist Training und ein Prozess. Ich denke viel zu viel über unnötige Dinge nach, deswegen fällt es mir manchmal nicht leicht wieder in meinen positiven Modus zu kommen, wenn ich einmal im Stressmodus bin. Aber ich arbeite daran und das wichtigste ist, dass man nicht aufgibt. Und ich bin froh, dass ich das daraus gelernt habe.

Aufbau-Wochentagebuch: Woche 4

Heute kommt mein Wochentagebuch einen Tag später als sonst, da ich gestern im Europa-Park war und den Tag unbedingt noch in die letzte Woche mit reinnehmen wollte.

Einen ganzen Monat befinde ich mich jetzt im Aufbau, also einem Kalorienüberschuss.
Mein Gewicht unterliegt den üblichen Schwankungen, da habe ich von letzter zu dieser Woche keinen großen Unterschied feststellen können.

Dienstag und Montag verlief alles sehr unspektakulär, seit Mittwoch bin ich in Offenburg bei der Familie von Niklas und da standen einige besondere Dinge auf dem Programm: das Weinfest, Geburtstage und eben Europa-Park.

Erst möchte ich über mein Training sprechen. Am Mittwoch habe ich nicht trainiert, weil da die Zugfahrt war und die Reise hier runter in den Süden den ganzen Tag eingenommen hat. War aber auch so geplant, deswegen habe ich auch am Sonntag keinen Restday gemacht. Am Donnerstag habe Beine mit Kuzhanteln zuhause trainiert, was mir für einige Tage Muskelkater beschert hat. Obwohl ich es im Alltag eher versuche zu vermeiden Muskelkater zu bekommen, war es in dem Fall absolut in Ordnung. Ich habe neue Reize gesetzt und die Zeit zum Regenerieren konnte ich mir hier auch gut nehmen. Freitag sind wir hier ins Gym gegangen und ich habe Oberkörper trainiert. Samstag hatte ich immer noch etwas Muskelkater in den Beinen und habe deswegen kein Krafttraining gemacht, bin aber Joggen gegangen. Nicht viel und nicht lange, sondern so, dass es meine Durchblutung anregt und mein kardiovaskuläres System anregt. Und ich muss sagen, ich habe mich danach so gut gefühlt und hier in den Reben zu laufen ist wirklich einmalig. Ich werde jetzt sicher hin und wieder Kardioeinheiten einbauen, auch in Berlin. Sonntag habe ich meinem Körper einen Tag Ruhe gegönnt und Montag ging es in den Europa-Park, auch da habe ich nicht trainiert.

Nun zur Ernährung: Mittwoch bis Samstag wurde alles getrackt, ich habe alles ganz normal gehittet und Sonntag und Montag habe ich bewusst nicht getrackt. Ein spannender Aspekt war denke ich das Weinfest am Freitag Abend. Wie habe ich das gemacht? Alkohol in einer fitnessorientierten Lebensweise? An dieser Stelle: Wie bei vielen Dingen, hat da jeder eine andere Meinung und eine bestimmte Meinung macht eine andere nicht schlechter. Generell sollten wir alle mit unseren Wertungen sparsamer umgehen und uns darauf konzentrieren, das was wir tun, mit uns selbst zu vereinbaren. Das reicht auch schon!

Also kommen wir nun zu meiner Meinung und zu dem wie ich es handhabe: Ich trinke sehr selten Alkohol, aber wenn ich es mache, dann bewusst und ich fühle mich auch nicht schlecht deswegen. Alkohol hat sicher keine positiven Auswirkungen auf den Muskelaufbau, aber ich denke, das ist allen klar. (Bei größeren Mengen schränkt es die Proteinsynthese ein; ist man verkatert, kann man nicht gut trainieren, etc.) Zwei der wichtigsten Punkte zum Thema Alkohol sind: Alkohol hat Kalorien und Alkohol entzieht dem Körper Wasser. Es gibt weitere Faktoren, ich gehe nur auf diese ein, weil es für meinen Alltag und die geringen Mengen absolut reicht.

Wir wissen, dass Proteine, Kohlenhydrate und Fett Makronährstoffe sind, die eine bestimmte Kaloriendichte haben. (Proteine: 4, Kohlenhydrate: 4, Fett: 9) So ist es bei Alkohol auch. Alkohol hat 7 Kalorien pro Gramm. Also eine relativ hohe Kaloriendichte. Das sollte man wissen, wenn es darum geht, nicht über sein Kalorienziel hinauszuschießen. Ich tracke also das, was ich an Alkohol trinke, indem ich Alkohol mit Kohlenhydraten verrechne. Hier ein kurzes Beispiel:

Ich habe 100 ml Wein. Die schaue ich mir in „MyFitnessPal“ an. Sie haben 85 Kalorien, davon 2,7 g Kohlenhydrate, 0 g Fett und 0 g Proteine. Logischerweise zeigt die App Alkohol nicht an, da er nicht zu den für den Körper wichtigen Nährstoffen gehört. Wenn ich diese 85 Kalorien nun mit meinen Kohlenhydraten verrechnen möchte, teile ich 85 durch 4 und habe dann 21,25. Diese 21,5 g ziehe ich von meinem Tagesbedarf an Kohlenhydraten ab und fertig ist das ganze.

Man kann sie auch mit Fett verrechnen, da muss jeder gucken wie er es lieber hat. Hier wäre der zu dividierende Faktor dann 9 (siehe oben). Bei dem Weinfest habe ich den Wein, den ich getrunken habe getrackt und zusätzlich viel mehr Wasser getrunken als sonst.

Ich sag es immer wieder und ich werde auch nicht aufhören damit. Fitness BEREICHERT mein Leben. Es ist kein Korsett, dass ich mir überstülpe und das mich dann einengt und mir im schlimmsten Fall die Luft zum Atmen nimmt. Alles ist immer in Relation zu den Zielen, die man hat, zu sehen. Im Aufbau mal mehr zu essen, das Tracken an zwei Tagen auszulassen oder Alkohol zu trinken, wird euch (wenn man einige Eckpunkte beachtet) nicht aus der Bahn werfen. Selbst wenn, dann steigt halt wieder ein. In einer Diät wäre ich persönlich mit Alkohol viel vorsichtiger, in meiner letzten (und ersten) Diät habe ich ein halbes Bier an meinem Geburtstag getrunken, das war’s. Vielleicht entscheide ich mich auch irgendwann dazu, an einem Wettkampf teilzunehmen oder irgendein anderes Ziel zu verfolgen und werde das ganze viel genauer nehmen, aber auch das ist dann in Ordnung.

So lange ihr keinem wehtut, macht das, was euch glücklich macht. Vollkommen egal, was es ist.