Der vegetarische Metzger und Ich

Als ich das Schild Der vegetarische Metzger“ zum ersten Mal gelesen habe, passierten zwei Dinge mit mir. Erst fragte ich mich „Was soll das sein? Noch so ein cooles veganes Kreuzberger Hipster Ding?“ und dazu muss ich sagen, zu der Zeit war ich noch davon entfernt Fleisch auch mal durch Alternativen zu ersetzen und war vor allem dem Wort vegan ziemlich abgeneigt. Wer mir nun länger auf Instagram (regina_engelhardt) folgt oder regelmäßig meinen Blog liest, weiß, dass sich das nun stark geändert hat. Hier geht es zu einem Blogbeitrag, der das Ganze gut zusammenfasst und der dir helfen kann, einfach mal mit Dingen, die du dir vornimmst, anzufangen. Das zweite was dann passierte, war dass diese Neugier blieb und ich irgendwann wissen wollte, was dieser Vegetarische Metzger nun sei und ich mir zwei Produkte, nämlich die Burgerpatties und das Teriyaki-Hähnchen kaufte. Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits sehr viele Fleischersatzprodukte probiert und muss sagen, dass mich beides, aber insbesondere der Burgerpatty überzeugt hat. Wie gesagt, ich esse manchmal noch Fleisch und andere tierische Produkte, begrenze das ganze aber stark. Auf jeden Fall weiß ich ganz genau wie Rinderburger schmecken und ich wette, dass es die wenigsten, wenn überhaupt jemand, merken würden, wenn man die Patties einfach tauscht.
Nun war ich gestern im Konzeptstore in Kreuzberg und durfte dort ein paar Sachen probieren. Ich hatte eine Probierplatte mit Curry-Wurst, einem Stückchen Burger, Chili-sin-Carne sowie einem Stückchen Crispy Chicken. Alles vegetarisch versteht sich. Auch die Wurst hat einfach genau wie jede konventionelle Currywurst geschmeckt und besonders begeistert war ich von dem Crispy Chicken. So sehr, dass ich mir sofort einen ganzen Burger nachbestellen musste. Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte schon immer eine Schwäche für Crispy Chicken. Damals als Niklas noch in Bayern gewohnt hat und ich in Paderborn, habe ich mich immer so auf die Zugfahrt gefreut, weil ich mir beim umsteigen Crispy Chicken bei Burger King geholt habe 😀 Deswegen bin ich überglücklich, dass ich nun eine und da muss ich sagen, viel leckerere Variante gefunden habe. Die Produkte vom vegetarischen Metzger kann man sich online bestellen und jedem der mal in Berlin ist würde ich ans Herz legen, die Filiale in Kreuzberg zu besuchen und sich selbst zu überzeugen.

Hier findet ihr die Produkte: http://der-vegetarische-metzger.de/de/produkte/

und hier die Instagramseite: https://www.instagram.com/dervegetarischemetzger/

 

Meine Tage in Manchester

Meine beste Freundin Lena hatte letzten Freitag ihre Graduation Feier. Sie hat drei Jahre an der Manchester Metropolitan University Psychologie und Schauspiel studiert und mit einer „First“ abgeschlossen. Als ich dachte stolzer kann ich nicht sein, erzählt sie mir plötzlich, dass sie an der Mountview Academy of Theatre Arts aufgenommen wurde und dort ihren Master in London machen wird. Das ist so ungefähr das Oxford des Schauspiels. Der absolute Wahnsinn was meine Lena so drauf hat!

Als ich in England ankam musste ich erstmal kurz mit dem Kulturschock klarkommen. Das geht so rum immer recht schnell, denn die Engländer sind so unglaublich nett, zuvorkommend und höflich. Ich war bis jetzt insgesamt drei Mal in England und muss sagen, das ist kein Klischee, das ist die Realität. Man wird permanent angelächelt, sieht man sich fragend um, dauert es keine zwei Minuten bis jemand fragt, ob er dir helfen kann. Personen im öffentlichen Dienst fragen wie es dir geht und ständig entschuldigen sich Leute dafür, dass sie dich fast angerempelt haben. Das ging so weit, dass sich jemand entschuldigt hat, als er mir im Supermarkt entgegen kam, was mich kurz sehr stark verwirrte.

Aber ganz ehrlich? Daran gewöhnte ich mich sehr schnell und meiner Meinung nach steigert dieser freundlicher Umgang die Lebensqualität enorm.

Lena wohnt bzw wohnte (sie zieht gerade nach London) in Crewe. Crewe ist ein kleiner Ort in Cheshire 45 km von Manchester entfernt.

Am ersten Tag gingen wir zu Whetherspoon, einem absoluten Muss für mich, wenn ich in England bin. Whetherspoon ist eine Pub-Kette, die ihre Lokale oft in historischen Gebäuden platziert, was jedem Pub einen ganz eigenen Charme verleiht.

Das Essen ist dort sehr günstig und die Portionen üppig. Ich hatte den Tennessee Burger mit Pommes und Onionrings.

Was sehr sehr praktisch ist, ist dass die Kalorien immer dabei stehen und man das Meal sehr gut tracken kann. Super lecker, vor allem weil ich ein großer Fan von Whiskey-Soßen bin und der Burger mit Jack Daniel’s Tennessee Honey zubereitet wird. Yum.

Am nächsten Morgen ging es dann nach Manchester, wo wir uns auf die Suche nach Kaffee begaben. Den gab es dann im Costa Coffee, einer in London gegründeten Kaffeehaus-Kette.

Der American ist top und Lena und ich teilten uns ein Shortbread mit Karamell oben drauf. Wenn ich gerade daran denke wünschte ich, ich könnte ihn jetzt in diesem Moment wieder essen…

Den Tag verbrachten wir damit durch die Straßen Manchesters zu laufen und einfach die Atmosphäre der Stadt einzufangen.

Abends ging es dann zu V-Rev Vegan Diner. Einem veganen Burgerladen im Northern Quarter, was als das Kreuzberg Manchesters gilt.

Das Personal im Diner war sehr freundlich und das Ambiente war ebenfalls toll. Was das ganze für uns zu einem Erlebnis gemach hat, war die Musik. Es liefen ununterbrochen Lieblingslieder aus unseren Teenagerzeiten, die viele Erinnerungen hervorriefen, was an einem Tag mit meiner besten Freundin einfach genial war.

Die Burger waren absolute spitze. Ich hatte den „BBQ Without U“. Die Patties werden aus Seitan hergestellt, auf Wunsch gibt es auch eine glutenfreie Variante. Ich persönlich mache sehr viel mit Seitan-Basis, hatte aber noch nicht die Motivation es herzhaft zuzubereiten. Seit dem Besuch bei V-Rev hat sich das geändert. Das Patty hat so gut geschmeckt und die Konsistenz war einfach perfekt!

Lena hatte den „Jerry Zinger“. Auch mega lecker! Ich kann jedem empfehlen den Laden mal auszuprobieren,  wenn man in Manchester ist!

Die Graduation-Feier am nächsten Tag war wirklich wunderschön. Kann man nicht im Geringsten mit dem Bachelorabschluss in Deutschland vergleichen. Es war total emotional und jeder Student wurde gebührend beglückwünscht . Ich persönlich weiß nicht mal mehr ob ich mein Bachelor-Zeugnis abgeholt oder zugeschickt bekommen habe.

Abends waren wir im Jamie’s Italian, was für mich als Jamie Oliver Fan fast schon aufregend war.

Probiert habe ich die Oxtail Lasagne. Und Leute: Überragend. Einfach auf den Punkt. Als Beilage gab es die Crispy Polenta Chips. Traumhaft. Und das obwohl ich eigentlich kein Polenta-Fan bin. So crispy und crunchy, yummy!

Die Location ist wunderschön und das Gebäude wird auch „King of King Street“ genannt. Früher mal hat es als Bank fungiert und das sieht man auch heute noch.

Wenn ich Lena dann in London besuche, werde ich dort den Jamie’s Italian auf jeden Fall auch ausprobieren.

Am letzen Tag waren bei Nando’s, einer südafrikanischen Schnellrestaurantkette, bei der es extrem leckeres Hähnchen gibt. Den Schärfegrad kann man sich aussuchen und fast spektakulärer als das Hähnchen sind die Saucen. Ich werde auf jeden Fall noch recherchieren, wo ich die Saucen in Deutschland herbekommen kann.

In den fünf Tagen war ich ein mal trainieren, mehr habe ich zeitlich nicht hinbekommen. Da es in Crewe nicht viele Gyms gibt und noch weniger, die ein Gratis-Probetraining anbieten, bin ich dann auch gute 50 Minuten gegangen. Mit den Öffis hätte es 45 gedauert und ein Fahrrad stand mir leider auch nicht zur Verfügung. Jap 50 Minuten, jeweils Hin und Zurück. War im Anbetracht der wahrscheinlich doch etwas mehr Kalorien als normal aber auch ganz gut so. Bei meinem nächsten Trip werde ich das alles trotzdem besser durchplanen und anders handhaben.

Als ich meine Rückreise antrat und irgendwann vor dem Flugzeug stand, musste ich schon wieder an die deutsche Mentalität gewöhnt werden, bevor ich überhaupt im Land war. Wir standen also alle vor der Tür die zum Flugplatz führt und das Mädchen vor mir sagt: „Ich finde es total bescheuert, dass man mit dem Bus zum Flugzeug gefahren wird. Ich verstehe nicht, was das soll, die können doch auch einen Weg absperren und wir gehen einfach. Ist nur meine Meinung, aber ich finde das echt scheiße.“ Und Leute ratet was passierte. Wir SIND zum Flugzeug gegangen. Es nicht ein mal eingetreten, dass wir mit dem Bus abgeholt wurden… Ich persönlich verstehe diese Nörgel-Mentalität nicht. Soll wohl auch ein Gefühl von Gruppenzugehörigkeit schaffen. Naja, ich kann dem nichts abgewinnen und habe mir zur Aufgabe gemacht, Höflichkeit und ein nettes Miteinander überall dort zu verbreiten wo es nur geht.

Hier übrigens meine Alltime Favourites: Scones und Crumpets <3

Links:

https://www.jdwetherspoon.com
http://www.costa.co.uk
http://vrevmcr.co.uk
https://www.jamieoliver.com/italian/restaurants/manchester/