Karneval der Kulturen 2017

4 Tage, 300 Stände und Foodtrucks und ich im 7ten Himmel. Begleitet von mal besserer, mal schlechterer Musik und das alles vor meiner Haustür.

Der Karneval der Kulturen findet immer an Pfingsten in Kreuzberg statt und ich war dieses Jahr zum ersten Mal so richtig dabei. Letztes Jahr hab ich hier zwar schon gewohnt, aber hab es nicht halb so sehr ausgenutzt wie diesmal.

Und mit ausgenutzt meine ich gegessen. Leute diese Vielfalt und Kreativität, ich liebe es.

Das erste was ich probiert habe, waren Acarajés, ein Streetfood Gericht aus dem Nordosten Brasiliens. Diese wurden vom Forum Brasil, einer Non-Profit Organisation zubereitet. Das deutsch-brasilianische Kultur- und Sozialzentrum befindet sich in Kreuzberg und bietet regelmäßig Workshops rund um die brasilianische Kultur an.

Die Hauptzutat der Acajarés sind geschälte und gemahlene Augenbohnen, die zu einem Teig verarbeitet und zu Kugeln geformt werden. Gefüllt sind sie mit einer Würzpaste namens Vatapá, Vinaigrette und getrockneten Garnelen.

Das ganze ist unglaublich lecker und am liebsten hätte ich 10 von diesen Dingern verdrückt!

Der nächste Stand, der meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat war der Foodtruck von Gorilla Barbecue, der (wie der Name schon fast vermuten lässt) einen Gorilla in seinem Logo hat. Und Leute ich liebe Affen. Am liebsten hätte ich selbst einen. Ich wette Milo würde sich auch freuen. Okay, zurück zu dem Foodtruck. Er bietet laut seinem eigenen Flyer „die BESTEN Burger von Berlin mit Rindfleisch von ausgesuchten Bauernhöfen.“ an. Und ich muss sagen: Er war definitiv einer der besten Burger, die ich bis jetzt gegessen habe. Das Rindfleisch war unglaublich zart und das beste daran waren die Whiskey Zwiebeln, die dem ganzen einen grandiosen Geschmack gegeben haben. Das Brot war von der Konsistenz nicht kross, was ich wiederum ebenfalls liebe, denn ich LIEBE matschiges Essen.

Besonders gut fand ich außerdem, dass es wirklich nicht schwer war, herauszufinden, welches Fleisch verwendet wird, denn auch dazu lagen Flyer aus.

„In Irland stehen die Rinder dort, wo sie hingehören: auf der Weide. Dank des milden Klimas können sich die Tiere bis zu zehn Monate im Jahr an dem üppigen Gras gütlich tun. Und das von Geburt an, denn schon die Kälber dürfen zusammen mit ihren Müttern auf die Weide.“ (Flyer)

Das hört sich toll an und ich wünschte es würde allen Tieren so gehen. Auch das Fleisch ein Qualitätssiegel von Bord Bia, dem Irish Food Board. Zwar muss man bei Siegeln immer vorsichtig sein, denn ein Siegel sagt erst einmal nichts aus und suggeriert oft Dinge, die weit entfernt von der Realität sind. Meiner Recherche nach, handelt es sich hier aber wirklich um ein ordentliches, aber das kann man sicherlich auch noch viel genauer überprüfen.

Der Burger von Gorilla Barbecue ist auf jeden Fall eine dicke Empfehlung von mir!

 

Nach dem Burger probierten mein Freund und ich mexikanische Flautas und Tamales von Mayahuel. Benannt nach einer aztekischen Göttin, der Göttin der Agaven und Pulque, bietet der Stand Tequila-Verkostungen und weitere mexikanische Spezialitäten an.

Tamales sind ein Gericht, das eine lange Tradition hat und heutzutage in Mexiko oft auf der Straße als typisches Frühstücksgericht angeboten wird. Die Basis bildet ein Maisteig, der mit wahlweise Truthahnfleisch, Hähnchenfleisch oder Käse und Champignons gefüllt wird.

Für mich war es ein sehr ungewohntes Geschmackserlebnis, da ich bis jetzt nicht so oft mit Maismehl oder ähnlichem in Kontakt gekommen bin. Es war auf jeden Fall superlecker und noch leckerer waren die Flautas. Hier handelt es sich um frittierte und gerollte Maistortillas, die entweder mit Hähnchen, Hackfleisch, Champignons oder Shrimps gefüllt werden. Total knusprig die Dinger und einfach ein Genuss!

Zum Nachtisch gab es an dem Tag klassische Quarkbällchen wie sie auf jeder Kirmes zu finden sind.

Der zweite Tag begann mit einem Fleischspieß von Carne Corazón, an dem es nichts zu meckern gibt. Super gewürzt, das Fleisch ist auf den Punkt gegrillt, top. Leider habe ich es nicht geschafft, den Stand im Internet zu finden. Ich werde auf jeden Fall alle Stände über die ich berichte unten verlinken und wenn ich wie in diesem Fall kein Glück bei der Suche nach dem Link hatte, freue ich mich, wenn ihr Bescheid sagt, solltet ihr da erfolgreicher sein.

Was ich aber habe ist ein Foto von dem Spieß und von dem Stand.

Weiter ging es mit dem einem Superfood Sandwich von Falafel Salam.

Der Stand hat es mir auf jeden Fall angetan, denn ich war an 3 von 4 Tagen dort. Am ersten habe ich die Baklava… oh achja, das gab es am ersten Tag auch noch…also Baklava gegessen, die nicht zu süß und einfach nur perfekt war. Am zweiten Tag gab es das Superfood Sandwich. Hier hatte man selbst die Möglichkeit es sich zusammen zu stellen:

Ich hatte die Variante Halloumi Käse + Hommus-Granatapfel-Kerne. Und es war grandios. Ich liebe Kombinationen von salzig und süß und vor allem von Käse und fruchtig und Halloumi liebe ich sowieso über alles.

Was ich noch probiert habe, war das Dattelgebäck und ich muss sagen, es hat mich an irgendein russisches Gebäck erinnert, mir fällt aber nicht ein welches…

Falafel Salam: Definitiv einer meiner Highlights des Karnevals.

Was ich tatsächlich in der Form auch zum ersten Mal probiert habe waren Langos.

Das ist ein runder, frittierter Hefeteig, der  traditionell mit Knoblauchöl und Sauerrahm belegt ist. Ich hatte eine Hawaii Variante mit Schinken, Käse und Ananas.

Absolut lecker und ich hatte sofort heimische Gefühle, weil meine Kindheit unter anderem geprägt von Russischer Küche ist und Langos erinnern mich krass daran.

Der Nachtisch des Tages war ein frittiertes Snickers. Ja ganz genau. Das Stickers ist von einem Teig ummantelt und komplett geschmolzen, was einfach nur heaven ist.

Das gab es am Stand von der Berlin Burrito Company.

Und ich muss sagen, ich wollte eigentlich noch unbedingt einen Burrito probieren, war aber viel zu satt. Das werde ich aber so bald es geht nachholen und der lieben Burrito Company einen Besuch abstatten.

Der letzte Tag war sehr von süßen Speisen geprägt, los ging es mit dem erwähnten Dattelgebäck von Fallapfel Salam und danach hatte ich einen altböhmischen Kuchen von dem Feuerkringel Stand, der mit unglaublich viel Liebe zum Detail gestaltet war.

„Der Teig wird auf einer Walze gewickelt, gebacken, karamellisiert und anschließend in Mandeln und Vanille gewälzt. Hier entfaltet sich ein anziehender Duft.“ (Homepage von Feuerkringel) Und ja das stimmt. Diese Kuchen riechen so dermaßen lecker, dass ich am liebsten gar nicht von dem Stand weggegangen wäre. Und sie schmecken auch noch genau wie sie riechen. Fabelhaft!

Ein weiteres Highlight waren die KDogX Koreanstyle Hotdogs.

Der Hotdogbun ist schwarz und mit Kimchi gefüllt. Kimchi gehörte in meiner Kindheit definitiv zu den Grundnahrungsmitteln unserer Küche, denn die beste Freundin meiner Mama ist Koreanerin. Zumindest denke ich, dass es daran liegt, das wir das immer zu hause haben. Es kann auch daran liegen, dass es an den unzähligen Einflüssen liegt, die meine Eltern in Kasachstan mitbekommen haben, denn dort sind sie aufgewachsen. Aber das werde ich dieses Jahr herausfinden, da ich zum ersten Mal nach Kasachstan fliege und dort endlich meine Großeltern kennenlerne.

Auf jeden Fall, ist es für mich sehr interessant und irgendwie lustig zu sehen wie sich Kimchi, was übrigens auf koreanische Art eingelegter Kohl ist, zum Trendfood hier in Berlin aufgestiegen ist und einen ziemlichen Hype genießt. Aber hey, zurecht, es ist einfach lecker man.

Abgerundet wurde der Tag von Churros, zu denen ich nicht viel sagen kann, außer dass diese Dinge viel zu lecker schmecken.

Der letzte Tag wurde mit Keksteig zum Löffeln von Spooning eingeläutet.

Der Teig enthält keine Eier und das Mehl ist wärmebehandelt, weswegen man sich keine Sorgen um Bauchschmerzen oder ähnliches machen muss. Am liebsten hätte ich einen ganzen Eimer davon gegessen, aber es gibt Grenzen. Ich weiß noch wie ich als Kind, als meine Eltern mal nicht zu hause waren, in die Küche gerannt bin und mir rohen Keksteig zusammengemischt habe und ihn zum Fernsehen gegessen habe. Such a rebel, Regina.

Bald gibt es sogar einen Laden von Spooning Cookie Dough und da freue ich mich unglaublich drauf!

Das letzte was ich gegessen habe, war ein Mini Jackfruit Burger. Das lustige daran:  Es war ein Thunfischburger.

Zwar habe ich schon mal Jackfruit gegessen und wusste, dass es sehr fleischig schmecken kann, aber sofort gecheckt habe ich es trotzdem nicht. Ich dachte mir so „Hm ja schmeckt echt nicht nach einer Frucht“ und mein Freund so „Interessant schmeckt ein bisschen nach Fisch“ Bis wir dann auf die Karte geguckt haben und gesehen haben, dass es eingelegte Gurken nur auf dem Thunfischburger gibt. Daran sieht man wie manipulierbar Geschmack eigentlich ist!

Übrigens hat uns die liebe Frau vom Rockandroll Food einen neuen Burger, dann wirklich mit Jackfruit gegeben.

Was ich außerdem sehr süß fand, war dass Koawach ihre neuen Schokodrinks verteilt hat. Hat mir so gut geschmeckt, dass ich mir ein Päckchen von dem Pulver gekauft habe. Und außerdem liebe ich das Logo, denn es ist ein Affe drauf.

Das Highlight des Karnevals ist der Umzug, der immer sonntags stattfindet. Leider habe ich nicht so viel davon mitbekommen, weil ich um die Zeit trainieren war und es nicht anders timen konnte.

Auf jeden Fall kann ich jedem, der an Pfingsten in Berlin ist, empfehlen mal einen Abstecher auf den Karneval der Kulturen zu machen. Guten Appetit!

Links:

http://www.karneval-berlin.de

http://www.forum-brasil.de

http://www.gorilla-barbecue.de

http://www.irishbeef.de

http://mayahuel.de

https://www.facebook.com/salamfalafel

http://www.berlin-burrito-company.de

http://feuerkringel.de

https://www.facebook.com/SpooningCookieDough

https://www.instagram.com/rock_and_roll_food/

https://koawach.de

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