Regina’s Restart: Woche 1

Es wird wieder Zeit für eine kleine Reihe. Sie soll heißen: Regina’s Restart (oh yes, eine supercoole Alliteration)
Ich werde nun wieder ein mal wöchentlich über meine Erfahrungen und Ereignisse berichten. Immer Mittwochs.

Mehr als ein Monat ist nun seit meiner Augen-OP rum und so langsam und bedächtig darf ich wieder ins Gym gehen. Bisher war ich auch schon drei mal dort, aber das Ganze sieht natürlich ganz anders aus als vor der OP. Mein Trainingsplan enthält keine Grundübungen, weil diese zu viel Druck auf mein Auge ausüben würden. Versteht das aber nicht falsch, wenn ihr keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen habt, sind Grundübungen wie Squats, Kreuzheben oder Bankdrücken das Allerwichtigste. Ich mache isolierte Übungen und das auch nur mit wirklich leichtem Gewicht und wenig Sätzen. Irgendwie ist das zwar eine krasse Selbstbeherrschungsübung, aber andererseits bin ich viel zu glücklich und dankbar, dass ich wieder ins Gym gehen kann als dass ich mich jetzt darüber beschweren könnte, dass ich noch nicht „richtig“ trainieren kann.

Ich fühle mich jetzt schon wieder viel kompletter und glücklicher, außerdem wird meine Ernährung wieder viel besser. Okay das hört sich an als wäre das ein passiver Prozess, der von irgendwelchen Faktoren gesteuert und beeinflusst wird. So ist es nicht. Das ist eine aktive Entscheidung, egal in welche Richtung. Zumindest bei jemandem wie mir, der weiß wie Ernährung funktioniert. Trotzdem fällt es mir manchmal leichter und manchmal schwerer meine Makros und Kalorien einzuhalten. Eigentlich hatte ich vor, meine Ernährung perfekt zu halten, um den Muskelverlust zu gering wie möglich zu halten. ich hatte viel für die Uni zu tun und war mit vielen Dingen beschäftigt, auch im Kopf, was keine Ausrede sein soll, aber ich habe meine Ernährung dabei nicht priorisiert.

Vor einiger Zeit kam der Punkt, wo ich mich nicht mehr so gut gefühlt habe. Ich hatte weniger Energie, meine Haut war nicht so dolle und ich hatte so eine Art Muskelkater ohne dass ich mich überhaupt bewege. Das Dümmste an der Geschichte war – vielleicht könnt ihr euch erinnern: Ich hatte eine Phase, in der ich fast gar nichts essen konnte. So nach dieser äußerst merkwürdigen Phase, kam aber dieser Moment: Hey die Schokolade kann ich locker essen, ich nehme gerade eh zu wenig zu mir. Oh ja klar her mit dem Käse, ich brauche Kalorien. Und ehe ich mich versah, habe ich zugenommen.

Das Zunehmen an sich finde ich nicht schlimm. Das hat noch lange keine wirklich gesundheitlichen Folgen bei mir und so lange ich mich in diesem Bereich bewege, mache ich mir auch keine Sorgen. Das ist aber auch nicht immer so. Nach meiner Diät zum Beispiel, war es nicht das Einfachste zuzunehmen. Aber jetzt in diesem Moment ist es okay für mich. Ah, mein Schlaf war auch nicht mehr der erholsamste.

Also beschloss ich: Ich will wieder besser essen. Jetzt tracke ich seit einigen Tagen wieder und achte darauf mehr Gemüse und Obst zu essen und zack. Ich fühle mich viel viel besser. Ich habe mehr Energie. Ich brauche weniger Schlaf und bin erholter. (Heißt nicht, dass man weniger schlafen soll, Schlaf ist eines der wichtigsten Komponenten für die Gesundheit und auch für die Regeneration nach dem Sport).

Habe ich nun ein schlechtes Gewissen, dass ich vorher nicht so gut drin war? Nein. Warum nicht? Ganz einfach, weil ich ich weiß, dass es meine eigene Verantwortung ist und ich mich aktiv dafür und dagegen entscheiden kann. Ich finde, so lange man Entscheidungen, die einen selbst betreffen, bewusst trifft, muss man auch kein schlechtes Gewissen haben. Und das ist eines der wichtigsten und für mich hilfreichsten Dinge, die ich lernen durfte: Verantwortung für alles zu übernehmen.

Selbst wenn alle Umstände gegen dich sprechen und es unmöglich scheint, dass du etwas an deiner Situation ändern kannst: Du hast IMMERNOCH einen RIESIGEN Spielraum. Für deine Handlungen, für deine Gedanken, für die Art und Weise wie du mit dir selbst sprichst. Und dieser Spielraum, auch wenn er winzig erscheint, ist trotz allen Widrigkeiten groß genug deine Situation zu ändern. Wenn du es denn willst.

Es gab eine Zeit, da hätte ich so gedacht: Ich hatte eine OP. Ich muss zwei Hausarbeiten und eine Studie in sehr kurzer Zeit schreiben. Ich darf nicht trainieren. Ich habe keine Zeit mir vernünftiges Essen zu machen. Ich kann nichts dafür, dass ich mich jetzt schlecht ernähre. Und ganz ehrlich, so habe ich zwischendurch sogar gedacht. Weil auch das eine Trainings und Übungssache ist. Und wenn man nicht jeden Tag versucht, das besser zu machen, wird man auch immer in solchen Gedankenspiralen bleiben. Auf jeden Fall habe ich den größeren Teil der Zeit so gedacht: Ja die Umstände sind wie sie sind, aber wenn ich wirklich wollen würde, könnte ich mein Essen abends noch für den nächsten Tag vorbereiten, aber ich nehme mir jetzt die Freiheit nicht darüber nachzudenken und kümmere mich später um meine Ernährung. Ich weiß welche Konsequenzen das hat, aber ich bin okay damit.

Also gut, jetzt sitze hier will wieder super healthy lifestyle leben und kann das tun. Nein Spaß, damit meine ich meine Mikros zu decken, meine Makros zu hitten und nach dem If-it-fits-your-makros-Prinzip zu essen. Ihr kennt es ja bestimmt schon von mir. Wobei, ich bekomme viele Nachrichten zu dem Thema, ich denke, ich verfasse in Zukunft mal einen Blogpost speziell zu diesem Thema. Auf jeden Fall Leute, ich bin glücklich, weil ich wieder ins Gym kann, ich bin bisschen sauer, weil ich meine FitX-Karte verloren habe und ich esse jetzt wieder super klasse.

Eine Sache noch: Bitte bitte scheut euch nicht mir Fragen zu stellen. Schreibt mir auf Instagram (regina_engelhardt) eine DM oder auf Twitter (regina__engel), eine Nachricht bei Facebook und seit heute auch auf Anchor. Eine der coolsten Apps seit langem. Sie basiert auf Stimme und weil ich so gerne rede, kann ich das dort endlich rauslassen. In meiner ersten Episode geht es um Aliens und ob ich daran glaube oder nicht. Meine Community auf Instagram hat zu dem Thema abgestimmt und dazu erzähle ich ein bisschen. Der Link dazu ist hier. Auf jeden Fall helfe ich gerne und bin froh, wenn ich auch dir in irgendeiner Weise etwas beantworten kann.

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