Tipp 9: Was sind Fette?

Genau wie bei den Kohlenhydraten, die wir gestern besprochen haben, wird auch bei den Fetten sehr oft zwischen ‚guten‘ und ‚schlechten‘ Fetten unterschieden. Auch dieser Annahme gehen wir auf den Grund.

Zuerst schauen wir uns an, welche Funktionen Fett überhaupt hat:

Funktion von Fetten

Fette sind wichtig, ohne Fette kann man nicht leben. Dein Körper braucht essentielle Fette, also Fette, die er nicht selbst herstellen kann. Also musst du sie essen.

Energiebereitstellung, Wärmeisolation und Schutzfunktion

Eine Aufgabe, die Fette erfüllen ist Energie zu liefern. Der Körper kann Fett speichern, um es in Notsituation zu nutzen. Dies geschieht im sogenannten Unterhautfettgewebe, was unter anderem auch dazu da ist Wärme zu speichern. Außerdem werden Fette auch zwischen Organen eingelagert um diese zu schützen.

Strukturelle Funktion

Es gibt Strukturen im Körper, die auf der Basis von Fetten gebildet werden und ohne sie nicht existieren könnten, wie zum Beispiel Zellmembranen.

Transport von Vitaminen

Sicherlich habt ihr schon mal gehört, dass bestimmte Vitamine fettlöslich sind. Die Vitamine A,D, E und K können nur in Verbindung mit Fett vom Körper aufgenommen werden. Dies hat mit der Fettverdauung zu tun. Nachdem bereits einige Schritte der Fettverdauung getan wurden, kommt der Punkt, an dem die Fette transportiert werden müssen. Dafür werden Mizellen gebildet, die die genannten Vitamine einschließen, in den Darm transportieren und sie dort für den weiteren Transport wieder freilassen.

Hormone

Viele Hormone werden auf der Basis von Fett gebildet. Hierzu zählen zum Beispiel Testosteron, Östrogen oder auch Gewebshormone.

Aufbau von Fetten

Fette lassen sich in zwei große Kategorien einteilen: Neutralfette und fettähnliche Stoffe. Fettähnliche Stoffe oder Lipoide kommen in unserem Körper vor und Neutralfette oder Triglyceride können wir über die Nahrung aufnehmen.

Gesättigte vs Ungesättigte Fettsäuren

Chemisch betrachtet unterscheiden sich gesättigte Fettsäuren von ungesättigten wie folgt:

Triglyceride bestehen aus Glycerin (dreiwertiger Alkohol) und drei, in der Regel verschiedenen, Fettsäuren. Anhand des Aufbaus (Kettenlänge und Molekülbindung) können wir sie unterscheiden. Wichtig ist hierbei die Häufigkeit von Doppelbindungen in den Fettsäureresten:

Ist keine Doppelbindung vorhanden, spricht man von gesättigten Fettsäuren.
Bei einer oder mehreren Doppelbindungen, spricht man von ungesättigten Fettsäuren.

Fettsäuren mit einer Doppelbindung nennt man wiederum einfach ungesättigte Fettsäuren.
Fettsäuren mit mehreren Doppelbindungen nennt man mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Essentielle und nicht-essentielle Fettsäuren

Wie bei den Aminosäuren, gibt es auch bei den Fettsäuren, jene, die der Körper selbst synthetisieren kann und jene, die man über die Nahrung zuführen muss.

Essentielle Fettsäuren: Omega 3, Omega 6

Nicht-essentielle Fettsäuren: gesättigte Fettsäuren, Omega 9

Es gibt noch eine weitere Unterscheidung, die die Doppelbindung betrifft. Die Doppelbindung kann entweder in Form einer Cis-Bindung oder Trans-Bindung vorliegen. Trans-Fettsäuren kommen zwar auch natürlich in unserer Nahrung vor, sind aber in diesen Mengen nicht bedenklich.

Ein Problem, dass sich auftun kann, ist dass sich Cis-Bindungen aus ungesättigten Fettsäuren bei zu starkem Erhitzen in Trans-Bindungen umwandeln können.

Trans-Fettsäuren

Was ist nun problematisch an Trans-Fettsäuren?

Problematisch wird es, wenn der Körper Trans-Fettsäuren als mehrfach ungesättigte Fettsäuren registriert und so verwendet. Bestimmte Vorgänge können so nicht richtig funktionieren und es kann beispielsweise zu Beeinträchtigungen des Stoffwechsels kommen.

Wenn du ab und zu Trans-Fette zu dir nimmst, ist das nicht weiter schlimm. Bedenklich ist es erst, wenn man es zur Regel werden lässt sich überwiegend von diesen Fetten zu ernähren.

Also was schließen wir daraus?

Fette sind unentbehrlich für dich, weil sie lebenswichtige Funktionen erfüllen, die nicht anders stattfinden können. Ungesättigte Fettsäuren wie Omega 3 und Omega 6 MUSST du über deine Nahrung aufnehmen, gesättigte Fettsäuren sind aber nicht, wie oft angenommen, schädlich. Trans-Fette solltest du eher meiden, auch wenn das nicht bedeutet, dass du deiner Gesundheit gleich schadest, wenn du etwas Frittiertes isst.

Wie immer kommt es hier auf die Verhältnisse an. Wie viel Fett du nun brauchst, werde ich dir in einem weiteren Tipp meiner #glücklichundfit Reihe noch genau erklären.

 

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